Abschnittsübersicht

  • In den Jahren 2010 - 2012 haben uns 16 BildungsinnovatorInnen ihre persönliche Antwort auf die obige Frage gegeben. Im Rahmen des geschützten virtuellen Raumes von kreativinnovativ2020 haben sie offenbart, woran sie arbeiten, wie sie Herausforderungen bewältigen, was dabei für die SchülerInnen herauskommt und wohin sie sich selbst entwickeln möchten. Zum damaligen Zeitpunkt hatten wir nicht an eine Veröffentlichung im Printformat gedacht. Nun ist es soweit!

    Danke!
    Danke an die mutmachenden GesprächspartnerInnen

    • Georg Neuhauser, cool - fürs Versuchskaninchen als erster Gesprächspartner
    • Elfriede Schmidinger, PortfolioanwenderInnen -  fürs nicht Abschreckenlassen von der Technik
    • Günther Pfaffenwimmer, ökolog -  für die ersten ministeriellen Worte auf ki2020
    • Gerti Brindlmayer, HTL Impuls - für interessante Einblicke in Schulentwicklung an HTLs
    • Susanne Herker, Jenaplan Pädagogik - fürs volle Aufgreifen des Netzwerkgedankens
    • Harry Axmann, IT@VS - für erfrischende Geschichten über das vermeintlich langweilige Thema IT
    • Igor Mitschka, coole Schule - für jugendlich-verärgerte Abschiedsworte und eine bewegende Traumschilderung
    • Eva Chibici-Revneanu, Glück macht Schule - für Einblicke aus erster Hand in diese außergewöhnliche Initiative
    • Andrea Werner-Thaler, NMS - fürs Durchhalten und Sprache finden "in dieser Zwischenzeit"
    • Ursula Spannberger, plattform schulUMbau - für die Eröffnung der Raumperspektive
    • Daniel Landau, Bildungsvolksbegehren - für LehrerInnenvertretung im öffentlichen Raum mal anders
    • Andrea Fraundorfer, Innovative Learning Environments - für eine innovative Vertretung Österreichs im Ausland
    • Alexander Schmelzer, i-s-i -  für die Devise Stärkung! Stärkung! Stärkung! und Einleuchtendes zu Facebook&Co
    • Christine Mayer, Teach for Austria  - für offene Einblicke in die neue entstehende Initiative TFA
    • Christian Schreger, voXmi - für Ermutigendes & Kritisches gleichermaßen und die Leidenschaft für Sprache
    • Andreas Wurzrainer, VS Itter - fürs Ergreifen von Initiative am Standort und dann in die Welt hinausgehen

    Alle Gespräche wurden auf dem Online Campus Virtuelle PH abgelegt und veröffentlicht: http://onlinecampus.virtuelle-ph.at

    • screenshot VS Itter   

      Alexander Wurzrainer: “Jedes Kind bestimmt in seiner Hausübungszeit sein persönliches Training selbst.”

      “Natürlich war für die Eltern dieser Art und Weise des Unterrichts anfänglich neu. Die meisten Familien konnten aber schon nach den ersten Wochen Erfolge und Vorteile dieser Art zu arbeiten erkennen.”

    • screenshot voXmi   Christian Schreger: „Mein Interesse galt immer den mehrsprachigen Kindern. voXmi bot eine überraschende Möglichkeit, die künstliche Naht zwischen Volksschule und weiterführenden Schulen zu durchbrechen und dabei einen Fokus auf Mehrsprachigkeit zu legen.“

      „Obwohl ich kein Anhänger des 'Social Web' bin, bietet die Technik so viele Möglichkeiten, dass es einfach nur traurig ist, wenn sich immer noch viele Lehrer und Lehrerinnen dagegen sperren, weil sie sich nicht damit befassen wollen. Die Kinder kennen diese Berührungsängste nicht. Gerade darum braucht es Menschen, die ihnen kompetent zur Seite stehen können.“

    • Christine Mayer: “Schön ist, dass uns von vielen Landes- und BezirksschulinspektorInnen, Schulleitungen und Lehrkräften ausgesprochen positive Rückmeldungen gegeben wurden.“   screenshot Teach for Austria
    • screenshot i-s-i impulse   Alexander Schmelzer: “Auf PC- und Internetnutzung umgelegt lässt sich beobachten, dass vor allem in der Nutzung von sozialen Netzwerken kein Kontext hergestellt wird zwischen dem, was ich poste und was möglicherweise mit meinen Daten geschehen kann oder für wen sie sichtbar sind.”
    • Andrea Fraundorfer: „Die Schule macht permanent Zuschreibungen, wer jemand ist - dadurch entstehen Bedeutungen für den Einzelnen, welche Positionen im sozialen Raum eingenommen werden können (Bin ich z.B. ein Winner oder ein Looser?) - und diese Zuschreibungen wirken auf die Motivation und die Leistungsfähigkeit von jungen Menschen.“  screenshot Innovative Learning Environments
    • screenshot Interview Landau   Daniel Landau: „ich als lehrer empfinde vor allem das zeitliche korsett als beengend. gleichzeitig ermöglicht mir meine 'interpretation' lächelnd des lehrplanes in musikerziehung, verschiedene talente hervorzuheben und auch soweit mir das möglich ist zu fördern. das gleiche gefühl vermisse ich in mathematik.“
    • Ursula Spannberger: „Die gemeinsame Formulierung (den Löwenanteil daran hatte Prof. Christian Kühn) der 'Charta schulUMbau' über die Weihnachtsfeiertage 2009 war für mich ein wunderbares Erlebnis und ein Beispiel der gelebten Partizipation im Sinne von Berücksichtigung der Inputs von allen Mitgliedern.“   screenshot SchulUMbau
    • screenshot Neue Mittelschule   Andrea Werner-Thaler: „Wie können wir die LehrerInnen und SchulleiterInnen im Spannungsfeld des Alten (das ja noch da ist) und Neuen (das sie soeben umsetzen) stärken und sie unterstützen, in dieser 'Zwischenzeit' – auf Basis der derzeitigen Bestimmungen - 'creative answers' zu finden?“
    • Eva Chibici-Revneanu: „Natürlich wurden wir anfangs oft mit der Frage konfrontiert: 'Wozu brauchen wir das?' oder das Thema 'Glück im Unterricht' wurde ins Lächerliche gezogen. Aber auf all diese Einwürfe gibt die Glücksforschung der letzten Jahrzehnte eine klare und deutliche Antwort: Ja, der Glücksunterricht bzw. die Auseinandersetzung mit dem Glück ist sinnvoll und erfolgreich, viele wissenschaftliche Studien ergeben das eindeutig.“
        screenshot Glück macht Schule 
    • Igor Mitschka: “Vielleicht ist Österreich einfach zu rückschrittlich, um als junge Menschen eine Gesetzesänderung zum Ziel haben zu können und dabei erfolgreich zu sein. Vielleicht ist man mit dem Ziel der Bewusstseinsänderung erfolgreicher.”

      “Nichtsdestotrotz war 'Coole Schule' für mich eine einzigartige Erfahrung, die meine Kindheit und Jugend wie nichts anderes geprägt hat. Ich habe sooo viele lustige, erfolgreiche, deprimierende, frustrierende, aber in jedem Fall interessante Erlebnisse gehabt.”

      screenshot Coole Schule
    • screenshot IT @ VS   Harry Axmann: „Also es beginnt meistens mit ein paar KollegInnen, die sich der IT 'verschreiben' und dann erste Projekte an der Schule starten. Wenn diese KollegInnen dann den Schulleiter auch mit ins Boot holen und dieser die motivierten KollegInnen unterstützt, ist die beste Grundlage für ein erfolgreiches IT@VS an der Schule gegeben. Zeigt man den Eltern, was in diesem Bereich passiert, sind diese meistens auch sehr begeistert und bereit weitere IT- Projekte, sei es finanziell oder mit 'Hardwarespenden', zu unterstützen..."
    • Susanne Herker: "Jenaplan Pädagogik unterscheidet Kurs- und Kernunterricht und ermöglicht den Wechsel von lehrerzentrierten Input- bzw. Erarbeitungsphasen und eigenständiger Verwirklichung und Umsetzung von Arbeitsaufträgen oder eigenständiger Recherche."

      „Das Klima in diesen Lernräumen verströmt Gelassenheit und Emsigkeit. Die klare Zielgerichtetheit von Aktivitäten aller ist spürbar.“

      screenshot Jenaplan Pädagogik
    • screenshot HTL:impuls   Gerti Brindlmayer: “So führte ich zum Beispiel in einer Klasse ein Jahr lang eine alternative Form der Leistungsbewertung durch, die auf Selbsteinschätzung basierte und die letztendlich kaum von meiner Bewertung abwich.”
    • Günther Pfaffenwimmer: “An einer Reihe von Schulen wurde mit einem Beteiligungsprozess das Schulgelände neu geplant und umgestaltet, diese werden lebhaft und vielfältig genützt.“

       screenshot ÖKOLOG

    • screenshot Portofolioanwender/innen  
      Elfriede Schmidinger: "Portfolios sind erfolgreich, wei der Portfolioeinsatz von einer klaren Grundhaltung ausgeht: Stärkenorientierung; Lernenden werden hohe Urheber- und Mitentscheidungsrechte eingeräumt; Lehrpersonen zeigen eine wertschätzende Haltung gegenüber der Portfoliodokumente der Lernenden.“
    • Georg Neuhauser: "Die Erfolgsgeschichte von COOL hängt eindeutig damit zusammen, dass LehrerInnen begonnen haben, gemeinsam den Unterricht zu verändern."

      "Diese Kooperation braucht aber vor allem die gemeinsame Anwesenheit der LehrerInnen in der Schule - über die reine Unterrichtszeit hinaus."

      screenshot COOL