Konzeption

Der Lehrgang “Solidaritätsstiftendes Lernen - caritativ handeln” basierte auf dem Konzept lebendigen und theologisch bedeutsamen Lehrens und Lernens, das die Aufmerksamkeit auf die persönliche Lebens- und Glaubenserfahrung, auf gemeinschaftliches Arbeiten und Erleben, auf Welt- und Kontexterfahrung und auf biblische Zeugnisse lenkt.

Innerhalb der einzelnen Lern- und Handlungsfelder wurde die Gottesfrage aus verschiedenen Blickwinkeln neu gestellt und im interdisziplinären Diskurs beleuchtet. Dabei ging es um ein Theologieverständnis, das die Welt und die Selbst- und Interaktionserfahrungen der Menschen als loci theologici erkennt. Durch das Wahrnehmen der Lern- und Handlungsfelder wurden Perspektiven eröffnet, die solidarisches Miteinander in und mit Schule neu definieren.

Solidaritätsstiftendes Lernen in der Schule erfordert interaktive, interdisziplinäre, kooperative, handlungs- und erfahrungsorientierte Lehr- und Lernmethoden. Der Lehrgang bot diese in einer vertieften Auseinandersetzung mit den jeweiligen Schwerpunktthemen, die methodisch und didaktisch, aber auch spirituell aufbereitet waren. Solidaritätsstiftendes Lernen hat caritatives Handeln zur Folge.

Die Teilnehmer/innen des Lehrgangs arbeiteten selbstständig und/oder in Gruppen, mit Expertinnen/Experten aus dem In- und Ausland zu den Schwerpunkten der einzelnen Module und diskutierten Sachinhalte und Erfahrungsberichte. Sie lernten verschiedene Handlungsfelder, Lernorte, Methoden, Materialien und Zugänge für die eigene berufliche Praxis kennen, erprobten diese und reflektierten deren Einsatzmöglichkeiten im Unterricht. Exkursionen zu Einrichtungen, die in hohem Maße solidaritätsstiftend arbeiten und wirken sowie der Austausch mit betroffenen Personen waren in den Lehrgang eingebettet. Gebet und Feier stellten integrative Bestandteile des prozessorientierten Lernens innerhalb des Lehrgangs dar. Fächerverbindende Strategien wurden aufgezeigt. So wurde ein Lernen möglich, bei dem die Anliegen und Fragen jedes Lern- und Handlungsfelds nicht nur intellektuell bewältigt wurden. Der Mensch, jede/r Teilnehmer/in wurde in seinem/ihrem Denken, Fühlen und Handeln gleichermaßen ernst genommen.



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