Reinhilde Woditsch
„In der Klasse gab es einen den Kindern unbewussten Ausschluss. Ein Mädchen mit
Förderbedarf war zu Schulbeginn in die Klasse gekommen. Sie war sehr still und
zurückhaltend. Vor allem die Mädchen in der Klasse hatten sie ignoriert. Sie
waren gewohnt, dass sich bei der Gruppenarbeit die Kinder selbständig
zusammenfanden. Es war schön während des Projekts zu sehen, wie sie sich immer
mehr öffnete. Eines Tages begann sie über ihre Erfahrungen zu erzählen – warum
sie nicht gerne im großen Kreis redete. Seither ist viel besser geworden.
Dadurch wurde deutlich, dass Nächstenliebe schwieriger ist als „Fernliebe“.
Alle Kinder wurden auch sensibler im Umgang miteinander.“
„Durch Rollenspiele über „Begegnungen mit benachteiligten Menschen“ wurde ganz
deutlich, dass sie wissen was Begegnung auf Augenhöhe bedeutet. Sie haben
unterschiedliche Reaktionen gespielt und diskutiert. Die Idee einen
„Make-a-wish-Lauf“ zu organisieren kam von einem Schüler, der diese
Organisation durch eine Krankheit kennengelernt hat. Der Lauf wird beim
Schulfest Mitte Juni durchgeführt und die Kinder der Klasse 4c werden
teilnehmen, aber auch beim Organisieren helfen.“
„Ich werde die Freude der Kinder beim Besuch der Helferinnen nie vergessen – sie haben das ganze Programm (fast) ohne uns geplant und durchgeführt. Als XX das Projekt für ihre Bachelorarbeit fertig hatte, war uns allen klar, dass sie weitermachen wird.“
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