Fairänderung

Es war mir klar, dass nach einigen Jahren eine Veränderung der Aktion in der Schule passieren musste.

Ich weiß nicht mehr genau, wie und wann ich den Weltladen in Eisenstadt entdeckte. Als begnadete Schokoladengenießerin startete ich das Projekt „Faire Schokolade“ zunächst in Gols, dann kamen noch die Hauptschule Purbach und das Kloster in Neusiedl hinzu. In den beiden letztgenannten Schulen folgten in den Jahren nach mir Kolleginnen, die diese Idee aufnahmen und auf ihre Art weiterführten.

Das freut mich bis heute.

(In diesen Jahren kam auch meine jetzige evangelische Kollegin, Susanne Frank, aus der Karenzzeit zurück in die Schule. Ihre Sensibilität und Umsichtigkeit in punkto Spendenwürdigkeit verschiedenster Gemeinschaften war sehr bereichernd.)

Das Studium der Kommunikativen Theologie an der Uni Innsbruck erforderte ein Projekt, das es in einer Masterthesis theologisch aufzubereiten galt. Das spornte mich an, mich auf ein Forschungsprojekt zu meinem „Langzeitprojekt“ der fairen Schokolade in der Schule einzulassen. In einer mehrteiligen Auseinandersetzung mit diesem Thema waren die Schüler/innen der 4. Klassen (mit ihnen hatte ich gearbeitet) soweit, dass sie mich überredeten, beim Golser Volksfest einen Weltladenstand zu organisieren, den sie selber betreuten. Sie konnten nicht nur ihr kommerzielles Talent entfalten, sondern konnten vorallem erklären, argumentieren, richtigstellen und überzeugen.

Dasselbe passierte auch in ihren Elternhäusern.


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