Mensch!
Christian Stranz, ein Steylermissionar aus
Neusiedl am See war in Argentinien eingesetzt. Er war bei seinen Eltern auf
Urlaub und ich bat ihn nach einem Sonntagsgottesdienst zu uns in die Schule zu
kommen, um von seinem Leben als Missionar zu erzählen. Er nahm die Einladung
an. Es war ein berührender Schultag für alle. Sämtliche Kollegen/innen aus
unterschiedlichen Unterrichtsfächern kamen hinzu. Eine echte Wertschätzung dem
Gast gegenüber.
Ihm übergaben wir unsere Spende. (Es waren
um die 600,- Schilling damals.)
Als Dankeschön erhielt ich einen Brief von
ihm, den ich anstatt einer Predigt zum Schulschlussgottesdienst vorlas. Einer
der kritischsten Kollegen sagte mir: Das war die ergreifendste Predigt, die ich
je gehört habe.
Im nächsten Schuljahr sollte es jener Pater
werden, von dem ich gehört hatte, dass er sich um Straßenkinder in Bukarest
kümmert. Niemand von uns wusste, wie das Leben von Straßenkindern in der
Realität aussieht.
Es gab bald eine Kurzdoku über diese
Arbeit, noch auf VHS-Kassette, die ich mit den Schüler/innen im Unterricht auch
besprach. Anlässlich eines Schulfestes standen Eltern gefesselt von den Umständen, die zu
sehen waren, vor dem Bildschirm.
Wir hatten in der Pausenhalle eine Ecke zur
Verfügung, wo die Doku lief.
Der Pater war Georg Sporschill – und seine
Arbeit wollten wir unterstützen. Mittlerweile beteiligten sich auch immer
wieder Kollegen/innen an unserer Aktion und brachten bzw. genossen entweder
Säfte oder spendeten einfach in unsere Kassa.
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