Onlinecampus Review

banner.png

PODCAST: „Lob und Tadel“ und die „Wiederentdeckung der Langsamkeit“

Ausgabe: #8 Juni 2013
Rubrik: Netzwerke
Institution: www.lobundtadel.eu

„Lob und Tadel“ ist ein Podcast, der Gespräche über Themen der Bildung, Gesellschaft, Schule, Unterricht und Wissenschaft kostenlos (nach)hörbar macht. In den sehr professionell produzierten Hörbeiträgen führt der österreichische Radiojournalist Lothar Bodingbauer Gespräche mit Menschen, die besondere Einblicke in die eingangs genannten Themenbereiche bieten. Der Podcast richtet sich an alle interessierten ZuhörerInnen, insbesondere an Lehrerinnen und Lehrer, Eltern, Menschen aus Bildungspolitik und Schulentwicklung. Die bisherigen Sendungen behandelten u.a. Themen wie „Flow“ in der Musik, Wissenschaft und Vorwissenschaft, Prosa: Schule für alle oder Sprache verhandeln. Ein erst kürzlich online erschienener Hörbeitrag gibt ein dialogisches Gespräch mit Kurt Scholz – ehemaligem Wiener Stadtschulratspräsidenten – über Freiräume, Bildung und Ehrgeiz wieder. Der Initiator von „Ö1 macht Schule“, Winfried Schneider, ist ebenfalls Gesprächspartner von Lothar Bodingbauer und spricht über die Relevanz des Zuhörens in Schule und Unterricht, darüber wie bestehende Radiosendungen als didaktisch aufbereiteter Wissenscontent für die Schule genutzt werden können (von der vorwissenschaftlichen Arbeit bis hin zu Referaten und Präsentationen für den Unterricht), sowie über das Kreieren von akustischen Bildern und das Sehen mit den Ohren.

Anhören können Sie die Sendungen direkt über die Website www.lobundtadel.eu, oder sie beziehen bzw. abonnieren diese kostenlos über iTunes oder per Download im MP3 Format.

Warum dem (Zu)Hören in einer von visuellen Reizen dominierten Welt eine ganz neue Bedeutung zukommen kann, erläutert der Podcaster Tim Pritlove in folgendem Vortrag, der auf der re:publica (Konferenz über soziale Medien und digitale Gesellschaft) in Berlin aufgezeichnet wurde: http://tim.pritlove.org/2012/05/19/die-wiederentdeckung-der-langsamkeit-warum-podcasts-funktionieren/

Der Experte spricht darin über die Besonderheiten des 2005 aus dem Blog heraus geborenen Podcasts: Nach einem ersten Hype fristete dieses gerne auch als „Radio des Webs“ bezeichnete Format eher ein Nischendasein. Warum der Podcast zur Zeit eine Art zweite Welle erlebt, liegt laut Pritlove an einem steigenden Bedürfnis nach Meinung und Orientierung in unserer Gesellschaft. Das Audiogespräch scheint – als authentische Form der Diskussion – diesem Bedürfnis nachzukommen, da es einen stark meinungsbildenden Charakter aufweist. Pritlove versinnbildlicht dies mit einem „hereinbrechenden Meinungsgewitter“, welches Raum für (gesellschaftspolitische) Debatte schafft. Durch die oft sehr persönlichen Einblicke fördert dieses Medium bei den RezipientInnen die aktive Auseinandersetzung mit einem Thema, führt zu Diskussion und vermittelt nebenbei Wissen. – Ein dezenter Aufruf zu mehr Audio im Web!



Medien-Didaktik-Club an der PH Linz am Dienstag, 4. Februar

Ausgabe: #8 Juni 2013
Rubrik: Netzwerke
Institution: Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz

Infos rund um die neuesten Entwicklungen in der Technik und/oder Didaktik der Informations- und Kommunikationstechnologien gibt es am Dienstag, 4. Februar ab 18 Uhr auf der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz. Dieses Mal regen zwei spannende Vorträge zur Diskussion an. Josef Grabner wird zum Thema „Google Apps for Education“ referieren. Dabei geht es um kostenlose Tools für Kommunikation und Zusammenarbeit für Bildungseinrichtungen, ideal für kollaboratives Arbeiten in Echtzeit, Dateifreigabe und vielfältige Kompatibilität. Andreas Schneider zeigt in seiner Präsentation auf, wie man neue Medien beim Marketing, bei der Auswahl der Lehrlinge und bei deren Start in die Ausbildung einsetzt. Zudem beschreibt er wie sich die Jugend in den letzten Jahren verändert hat und wie Unternehmen damit umgehen können, denn es gilt vor allem im Bereich der Ausbildung auf diese neuen Rahmenbedingungen zu reagieren. Mehr Infos ...



Gleiche Chancen bei gleicher Matura: Mathematura.at

Ausgabe: #8 Juni 2013
Rubrik: Netzwerke
Institution: BMBF

Um Schüler/innen und Lehrer/innen in der Vorbereitung auf die neue Reifeprüfung zu unterstützen, haben das Bundesinstitut für Bildungsforschung (BIFIE), das Unterrichtsministerium (bm:ukk) und die Bundesschülervertretung (BSV) die Erstellung der Übungsplattform www.mathematura.at initiiert. Dort findet man ab sofort u. a. das Kompetenzmodell Mathematik mit Links zu passenden Übungsaufgaben, die Veranschaulichung aller Aufgabenformate anhand konkreter Beispiele, sowie interaktive Übungsbeispiele samt Lösungen. Die technische Umsetzung dieser Plattform basiert dabei auf LMS.at-Technologie. Speziell die Implementierung der interaktiven Übungsbeispiele und Aufgabenformate stellt das Herzstück dieser Webseite dar und zeigt die Stärke des Bibliothek-Tools von LMS.at. Seitens des BIFIEs war man von der Genauigkeit in der Umsetzung begeistert und freut sich schon auf die weitere Zusammenarbeit. Bei Fragen zur technischen Umsetzung der Beispiele wenden Sie sich bitte an michael.porics@lms.at.



Einladung zu den EDU|days 201423. und 24. April 2014Donau-Universität Krems

Ausgabe: #8 Juni 2013
Rubrik: Netzwerke
Institution: Pädagogische Hochschule Niederösterreich

(1) Österreich ist zu klein für Big Data, aber groß genug für gute informatische Bildung. Oder umgekehrt. (2) Digitale Inklusivität, inklusive Digitalität. Die EDU|days 2014 bieten zwei inhaltliche Schwerpunkte: Tag 1 steht ganz im Zeichen von Big Data und der informatischen Bildung. Tag 2 widmet sich verstärkt dem Thema „Digitale Medien und Inklusion“, aber auch zahlreiche weitere Inhalte stehen am Programm. Es erwarten Sie interessante Impulsvorträge und Praxisworkshops zum Thema Lernen mit digitalen Medien. Gestalten Sie auch selbst das Tagungsprogramm mit und bringen Sie sich bei Pecha Kucha ein! Die EDU|days sind eine gemeinsame Veranstaltung der Donau-Universität Krems, der Pädagogischen Hochschule für Niederösterreich, der LUG Krems und zahlreicher weiterer Partner. Es fallen keine Seminargebühren an, lediglich für die Teilnahme am Abendprogramm wird um einen kleinen Kostenbeitrag gebeten. Die EDU|days sind als Bundesseminar ausgeschrieben. Mehr Infos ...



Ausgabe:
Rubrik:
Institution:

Hrsg: Renate Huber

Verlag/Jahr: Waxmann, 2013; ISBN: 978-3-8309-2959-8

Renate Huber richtet in ihrem Buch zum Umgang mit Vielfalt den Blick auf vielschichtige Identitäts-Aspekte, die das Individuum – uns selbst und unser Gegenüber – je nach Kontext und persönlicher Erfahrungswelt formen. Wie schon der Titel des Buches verrät: es geht um Reflexion der eigenen und scheinbar „fremden“ Identität(en) und dem Agieren im Miteinander. Das Buch stellt ein Handbuch zur Kommunikation dar, in dem es Identitäts-Aspekte wissenschaftlich und historisch fundiert aufrollt, um zu einem tieferen Verständnis für die Komplexität von Vielfalt zu führen. Und – wie der Titel ebenfalls suggeriert – erfolgen daraus Handlungsstrategien nach dem Prinzip eines beliebten Zahlenrätsels. Huber positioniert sich einerseits als Autorin sehr persönlich durch Anekdoten, die meist aus ihrer Erfahrungswelt und ihrer Historie gegriffen sind und sie holt die Leserin/den Leser erzähl-strategisch somit auch in ihrer/seiner Erfahrungswelt ab. Der Erzählstil dieser Erfahrungen ist lebhaft und humorvoll, legt Spannungsfelder zwischen Identitätsentwürfen frei und macht Lust in die semantische, historische und soziokulturelle Entstehungsgeschichte einer Identitätsdimension einzutauchen. Analog zu den neun Zahlen des Sudoku-Rätsels wählt die Autorin neun Identitätsbausteine, welche sie keineswegs als finite Anzahl möglicher Identitätskategorien oder in sich geschlossene Entitäten sieht, für deren Auswahl sie jedoch schlüssig argumentiert. Es handelt sich dabei um folgende „Unterschiedlichkeiten“: Sprache, Religion, „Hautfarbe“, Nationalität/Ethnizität, Geschlecht, Generation, (Berufs-)Milieu/Lebenswelt, sexuelle Orientierung und Individualkollektiv. Wie das Sudoku-Prinzip in der Sichtweise auf diese Identitäts-Aspekte im Handlungsfeld funktioniert, wird einführend dargestellt und im zweiten Teil des Buches anhand von Beispielen näher erklärt. Soviel sei gesagt: Querdenken ist im Sudoku-Prinzip kein Widerspruch. Im Gegenteil, es ist die Basis dieses Prinzips, ebenso wie die Basis des Verständnisses komplexer Identitäten. So vielschichtig wie sich die Materie des Buches darstellt, hat das Werk Potential ein ebenso vielschichtiges Spektrum an Lesemotivationen im Hinblick auf die Bedürfnisse der LeserInnen zu erfüllen. So können die neun Kapitel der „Unterschiedlichkeiten“ in beliebiger Reihenfolge und je nach erfahrungsweltlicher und individueller Relevanz gelesen werden. Historisch, semantisch und/oder kulturell Interessierte kommen ebenso auf ihre Kosten, wie LeserInnen, die ihren Fokus auf systemische Handlungsanleitungen zum Umgang mit Vielfalt lenken möchten. Die Verknüpfung von vertieftem, komplexem Wissen mit konkreter Praxis und lebensweltlichen Erfahrungen gelingt Huber, die wissenschaftlich in den Cultural Studies verankert ist, überaus gut. Und das obwohl, oder gerade eben weil, das Buch bewusst nicht als (rein) akademischer Text verfasst wurde. Huber beschreibt in ihrem Buch keine Lösungen oder Rezepte zu „richtigen“ Handlungsstrategien. Diese müssen von der/vom Leser/in stets selbst ausverhandelt werden. Und genau dabei kann das Sudoku-Prinzip helfen: Möglichkeiten und Sichtweisen auf Identitäts-Aspekte von verschiedenen Perspektiven zu beleuchten, Dynamiken zu verdeutlichen sowie Wahrnehmungen zu schärfen und in neue Richtungen zu lenken.



E-Learning 1x1 – Ein LEHRBUCH von Lehrer/innen für Lehrer/innen

Ausgabe: #7 Mai 2013
Rubrik: Netzwerke
Institution: Onlinecampus Virtuelle PH

In Kooperation mit dem eLSA- und dem NMS E-Learning-Netzwerk entwickelt der Onlinecampus Virtuelle PH derzeit das „E-Learning 1x1“. Expert/inn/en aus ganz Österreich haben zusammengearbeitet, um mit diesem Lehrbuch von Lehrer/inne/n für Lehrer/innen die BASIS für den erfolgreichen Einsatz von digitalen Werkzeugen und Medien in Lehr-Lernprozessen der Mittelstufe zu vermitteln. Digitale Kompetenzen sind heutzutage unverzichtbar. Genauso selbstverständlich wie der Umgang mit Tafel, Kreide, Schulbuch und Heft gehören digitale Werkzeuge und Medien – (fach-)didaktisch sinnvoll und pädagogisch reflektiert – im 21. Jahrhundert dazu. Das „E-Learning 1x1“ ist als Lehrbuch angelegt, das kostenlos im Netz zur Verfügung stehen wird. Eine Beta-Version der Publikation ist seit Anfang Dezember online. Nähere Infos dazu finden Sie in diesem Infoblatt. Lesen Sie mit – probieren Sie mit – testen Sie mit! Neben jedem Beitrag gibt es die Möglichkeit, Feedback zu geben. Bis Weihnachten 2013 werden laufend neue Beiträge veröffentlicht werden. Die Macher/innen freuen sich auf Ihr Feedback! Mehr Infos ...



IMST-Newsletter 40: EVALUATION

Ausgabe: #7 Mai 2013
Rubrik: Netzwerke
Institution: IMST - Innovationen Machen Schulen Top

Was ist Qualität im Bildungsbereich? Wie erfolgt qualitätsvolles Unterrichten und qualitätssicherndes Handeln in den Schulen? Wie können LehrerInnen und Schulen bei der Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung unterstützt werden? Mit der aktuellen Ausgabe des IMST-Newsletters „Evaluation“ zeigen wir aus verschiedensten Blickwinkeln, wie durch Evaluation die Qualität in Unterricht und Schule weiterentwickelt werden kann. Neben theoretischen Ansätzen zum Thema Evaluation und der Erläuterung maßgeblicher Qualitätskriterien für „guten“ Unterricht stellen wir verschiedene Analyse- und Diagnoseinstrumente für den selbigen, aber auch für den LehrerInnenberuf dar. Mehr Infos ...



Call for Abstract: 2. Tag der Lehre der FH OÖ

Ausgabe: #7 Mai 2013
Rubrik: Netzwerke
Institution:

Am 21. Mai 2014 findet am Campus Hagenberg der 2. Tag der Lehre der FH OÖ statt. Unter dem Titel „Von der Planung bis zur Beurteilung“ werden bis zum 28. Februar 2014 Beiträge aus allen Prozessen der Lehrentwicklung, Durchführung und Beurteilung (bei denen auch neue Medien bzw. E-Learning-Elemente eine wichtige Rolle spielen) gesucht. Der Tag der Lehre richtet sich an Hochschullehrende, MitarbeiterInnen im Hochschulkontext, Wissenschaftliche MitarbeiterInnen, Studierende und Interessierte und beschäftigt sich unter anderem mit folgenden Fragestellungen: „Was soll bei der Planung der Lehre für ein erfolgreiches Lehr-Lernszenario beachtet werden? Wo können didaktische Methoden eingesetzt werden um Lernprozesse zu unterstützen? Welche Methoden sind motivationsfördernd? Entspricht die Prüfung den gesetzten Lernzielen? Was bedeutet objektive Beurteilung und wie kann diese gewährleistet werden?“ Sie sind herzlich eingeladen am Call for Abstract (Umfang von ca. 500 Wörtern) teilzunehmen. Die Einreichungsfrist läuft bis einschließlich Freitag, 28. Februar 2014. Mehr Infos ...



Autonome Wege in der LehrerInnenbildung

Ausgabe: #7 Mai 2013
Rubrik: Forschung
Institution: Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz

Zum zweiten Mal fanden an der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz „Autonome Wochen“ nach dem AuRELIA Epochendesign im Rahmen der LehrerInnenbildung statt. Zwei Wochen lang (von 18. bis 29.11. 2013) gestalteten 54 Studierende, die „Explorer“, aus allen Studiengängen des ersten und dritten Semesters, ihr Studium autonom und nach Standards des Forschenden Lernens ausgerichtet.

Das von Johannes Reitinger, Leiter des Forschungsinstituts, entwickelte AuRELIA Epochendesign bildete zum wiederholten Mal den konzeptionellen Rahmen der Autonomen Wochen. 17 Studentinnen und Studenten aus dem fünften Semester unterstützen die Studierenden als TutorInnen, sogenannte herOS. Die Studentin Julia Karolyi hat das herOs Konzept entworfen und wie im Vorjahr auch organisatorisch betreut. René de Kort unterstützte sie dabei tatkräftig. Acht Lehrende, Beatrix Hauer, Danièle Hollick, Renate Hozinger, Elisabeth Hueber-Mascherbauer, Marianne Neißl, Johannes Reitinger, Karina Wagenhofer und Alfred Weinberger, begleiteten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen als Coaches, viele andere ProfessorInnen der Hochschule standen den Studierenden in beratender Funktion zur Seite.

Wie im Vorjahr war das Projekt ein Erfolg. Die Studierenden beforschten intensiv ihre gewählten Themen, am Ende der Wochen wurden diese präsentiert. Schulsystemvergleiche zwischen Finnland und dem österreichischen Modell der Neuen Mittelschule wurden angestellt, die Öffentliche Meinung zum Lehrberuf wurde in einer professionellen Umfrage erhoben, das Beurteilungssystem genauer unter die Lupe genommen, – dies ist nur eine kleine Auswahl der vielfältigen Themen. In diesem Jahr entstand auch ein Film über das Projekt, den die Studentin Sophie Andexlinger in Eigenregie produzierte.

Der Austausch unter den Studierenden verschiedener Semester und Studiengänge, sowie intensive Diskussionen rund um das Schulsystem und die Lehrerinnenausbildung Neu prägten die Stimmung der Wochen. „Autonome Möglichkeiten der Studiengestaltung und die Intensivierung einer Forschenden Haltung als professionelle Grundlage des Lehrberufs sind Motivation und Zielsetzung für die Organisation der Autonomen Wochen.“, bekräftigt die Projektleiterin Karina Wagenhofer.

Ein Dank gilt allen beteiligten Personen, den „Explorern“, für ihr Engagement im Bereich ihres Forschungsthemas, den herOs und deren BetreuerInnen und Betreuern, für ihre umfassende und umsichtige Betreuung, den Coaches und  den beratenden ProfessorInnen, für ihre Unterstützung, Rektor Keplinger, Vizerektor Alfred Klampfer und Vizerektorin Berta Leeb, sowie der Institutsleiterin Cornelia Kittinger, für ihr großes Interesse am Projekt und dessen Verlauf, und vor allem, für die Möglichkeit der Durchführung!



MOOCs – Massive Open Online Courses. Offene Bildung oder Geschäftsmodell?

Ausgabe: #7 Mai 2013
Rubrik: Publikationen
Institution: Onlinecampus Virtuelle PH

Hrsg: Rolf Schulmeister

Verlag: Waxmann (14. November 2013); ISBN-13: 978-3830929604

Version als PDF zum kostenlosen Download: http://www.waxmann.com/fileadmin/media/zusatztexte/2960Volltext.pdf
Vortrag von Rolf Schulmeister über MOOCs

Kaum ein Trend hat in der Welt des Online-Lernens in letzter Zeit so hohe Wellen geschlagen wie MOOCs. MOOCs sind frei zugängliche Online-Kurse mit sehr hoher Teilnehmendenzahl, also von 160 bis zu hunderttausenden. Ob Gamification, Badges oder Mobile Learning, das E-Learning Format MOOC stellt alle diese Trends in den Schatten und löste einen regelrechten Hype aus, der nun vom amerikanischen Kontinent nach Europa schwappt. Mit dem von Rolf Schulmeister herausgegebenen Buch, das mit Beiträgen von MOOC AutorInnen, OrganisatorInnen und TeilnehmerInnen, sowie kritischen Analysen dieses Phänomens aufwartet, liegt nun eine solide und fundierte Bestandsaufnahme desselben vor. MOOCs werden in all ihren Facetten beleuchtet und hinterfragt.

Rolf Schulmeister, der im Rahmen der Entstehung dieses Buchs an zahlreichen MOOCs teilgenommen hat, geht auch deren geschichtlicher Entwicklung auf den Grund. Sie waren eigentlich eher ein Zufallstreffer eines Stanford-Professors, Sebastian Thrun, der das Format MOOC, das bereits 2008 von Dave Cormier als solches benannt wurde, ausprobierte und schon mit dem ersten Kurs 160.000 Teilnehmende anlocken konnte. Dieser anfängliche Erfolg veranlasste ihn und andere ProfessorInnen amerikanischer Elite-Unis, noch mehr solcher Kurse anzubieten. Wir befänden uns wohl nicht im System des Kapitalismus, wenn nicht schon kurz darauf mehrere mit Risikokapital finanzierte Startups aus dem Boden geschossen wären, die in Kooperation mit Universitäten solche frei zugänglichen Kurse anboten.

Mit dem Beitrag „Der Beginn und das Ende von Open“ deutet Schulmeister auch gleich an, dass das mit solcher Begeisterung gestartete E-Learning Format noch in den Kinderschuhen steckt und vielleicht auch einem verfrühten Niedergang entgegengehen könnte... So geht er in seiner Kritik auch auf lerntheoretische Schwächen von bisher abgehaltenen MOOCs ein, die aber manchmal in leichten Kulturpessimismus abdriftet. Die von den BetreiberInnen der MOOC Plattformen propagierte Realisierung des Traums vom freien Zugang zu den bisher nur den Eliten vorbehaltenen Bildungsangeboten scheint jedenfalls ein Traum zu bleiben: Der aktuelle Trend, so diagnostiziert Schulmeister, geht eher in Richtung „Freemium“ beziehungsweise dahin, das Format als kostengünstige Alternative zum herkömmlichen Hochschulabschluss anzubieten, wobei es bis jetzt noch kein MOOC gibt, dessen Abschluss als Teil eines universitären Curriculums anerkannt wäre. Die gegründeten Unternehmen haben schließlich auch das Ziel, Geld zu verdienen, und das ist mit kostenlosen Kursen nicht so einfach möglich. Somit fällt freilich eigentlich ein „O“ (für Open Access) aus dem Namen MOOC heraus - und wir wären wieder beim klassischen E-Learning.

Die von Uni-ProfessorInnen ins Leben gerufenen Plattformen wie Udacity, Coursera oder EdX,  wurden nicht von Didaktik-ExpertInnen gegründet, sondern von InformatikerInnen. Das erklärt vielleicht das ernüchternde Resümee von Schulmeister: „MOOCs sind weder moderne Lehre, noch folgen sie einem aktuellen lerntheoretischem Ansatz [...]. Es gibt keine MOOCs, deren digitale Vortragshäppchen die Bildung revolutionieren werden.“ Weiters ortet Schulmeister die Gefahr, dass MOOCs PolitikerInnen als Vorwand dienen könnte, um Bildungsbudgets zu kürzen. Diesem eher pessimistischen Blick in die Zukunft stehen aber auch Beiträge gegenüber, die das Potenzial von MOOCs in ein positiveres Licht rücken und auch genug davon in diesem Format orten können.

So wird zum Beispiel nicht nur im Beitrag von Jörn Loviscach & Sebastian Wernicke auch ein wesentlicher Vorteil von MOOCs (der eigentlich auch für Online-Kurse generell gilt) klar: Durch das Feedback der Teilnehmenden und die Zusammenarbeit von mehreren Lehrenden mit Online-Didaktik-Experten/Expertinnen werden Kurse andauernd verbessert und optimiert. Loviscach und Wernicke geben außerdem Einblicke in die Planung, Erstellung und Durchführung von MOOCs auf der Plattform Udacity. Von der aufwendigen Erstellung der Vortragsvideos, bis hin zur sehr interaktiven Konzeption der Lernübungen und der automatisierten Auswertung von Abgaben, werden tiefere Einblicke in die Arbeit geboten, die im Hintergrund stattfindet. Von der Zusammenarbeit mit dem Udacity-Team, dessen Augenmerk auf möglichst viel Interaktivität liegt, über Probleme beim Überprüfen von Lösungen, die Mehrfachantworten erlauben, bis hin zum erhaltenen Feedback durch die Teilnehmenden, wird alles detailliert geschildert.

Auch der technische Aspekt kommt nicht zu kurz: wie es anzustellen ist, dass so viele User die Server nicht überfordern, wird im Beitrag von Christoph Meinel anhand der deutschen MOOC Plattform openHPI beschrieben. Die Nutzung von Cloud-Technologien in Kombination mit einem ausgefeilten Aufnahmesystem (hier Tele-Task: http://www.tele-task.de/) für die Aufzeichnung der Lernvideos und die Anpassung eines OpenSource Lernmanagementsystems (Canvas) an die Anforderungen eines MOOC wird hier näher beschrieben.

Auch Erkenntnisse in der Moderation eines MOOCs werden zum Beispiel im Erfahrungsbericht von Eric Rabkin, der ein literaturwissenschaftliches MOOC konzipierte und moderierte, näher beleuchtet. Für erfahrene E-ModeratorInnen, die schon durch die Schule von Gilly Salmon gegangen sind, mag dies eine nicht allzu ergiebige Wissensquelle sein; sie gibt aber gut die neuartige Erfahrung, auf einmal auf die Bedürfnisse von tausenden großteils anonymen Usern reagieren zu müssen, wieder. Dem Moderierenden wird dabei ein ganz anderes Moderationsverhalten abverlangt als z.B. in einem kooperativen Online-Seminar: Es wird nicht mit Teilnehmenden direkt kommuniziert und prinzipiell nur allgemein und zusammenfassend Feedback gegeben. Prinzipiell geschieht die Kommunikation in MOOCs auch fast immer nur unter den Teilnehmenden.

Das Buch wird durch abschließende Analysen rund um den Hype „MOOCs“ abgerundet. Im Beitrag von Burkhard Lehmann finden sich viele Aspekte kondensiert und auf den Punkt gebracht wieder, die bereits in den vorhergehenden Texten ausführlicher abgehandelt wurden. Lehmann schafft es, eine prägnante und zielsichere Zusammenfassung von Problemen, Potenzialen und Vorteilen von MOOCs zu geben. Diese sind zweifellos ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des E-Learning, haben aber auch noch diverse Anfangsprobleme zu bewältigen.

Zusätzlich zur Lektüre des Buches ist auch ein Vergleich sehr interessant, wie sich das vom Onlinecampus Virtuelle PH angebotene Format „Kooperative Online-Seminare“ (KOS) von jenem des MOOC unterscheidet. Hier eine Vergleichsaufstellung MOOC versus KOS:



Fazit: Ein Buch, das dem Phänomen MOOC auf den Zahn fühlt und den aktuellen Hype mit all  seinen lerntheoretischen Problemen, wirtschaftlichen und sozialen Aspekten und Potenzialen und praktischen Umsetzungen in gelungener, fundierter und umfassender Weise beschreibt. Das Buch macht jedenfalls Lust darauf, selbst an einem MOOC teilzunehmen und auch einmal auf diese Weise den eigenen Wissensdurst zu löschen!



Leadership Academy Generation X

Ausgabe: #7 Mai 2013
Rubrik: Veranstaltungen
Institution:

Am 13.12.2013 ging die Leadership Academy (LEA) 2012/13 der 10. Generation mit einer feierlichen Zertifikatsverleihung zu Ende. Die LEA wurde als Qualifizierungsmaßnahme für Führungspersonen im Bildungsbereich vom Unterrichtsministerium eingerichtet. Die einjährige Fortbildung findet im Rahmen von vier mehrtägigen Foren in Alpbach, Tirol, statt. Kernelement ist die Begleitung der Entwicklung der TeilnehmerInnen mittels “Kollegialem Teamcoaching”. In diesem Gesprächssetting reflektieren jeweils sechs TeilnehmerInnen ihre Entwicklungsprojekte sowie ihre eigene Professionalisierung und erfahren Unterstützung von der Gruppe. So fließen Impulse, die durch Vorträge oder Workshops während der Foren gesetzt werden, direkt in die Entwicklungsarbeit der TeilnehmerInnen ein. Astrid Brunner und Stephan Waba vom Onlinecampus Virtuelle PH nahmen an der 10. Generation der Leadership Academy teil und durften stolz ihre Zertifikate von SC Kurt Nekula entgegennehmen. Mehr Infos ...



Tablet User Days an der PH Vorarlberg

Ausgabe: #7 Mai 2013
Rubrik: Veranstaltungen
Institution: Pädagogische Hochschule Vorarlberg

Digital Devices sind aus Alltag und Beruf nicht mehr wegzudenken. Auch im Unterricht werden Tablets und Smartphones bereits vielerorts eingesetzt. Sie bereichern das Potenzial des Lernens. Der Frage, auf welche Weise die mobilen Begleiter in der Schule sinnvoll und produktiv eingesetzt werden können, ging die PH Vorarlberg vom 12. – 14. November im Rahmen einer Tagung nach. Besonderes Augenmerk wurde von den Veranstaltenden auf die Ausgewogenheit zwischen den Betriebssystemen IOS, Android und Windows gelegt. In Workshops, Seminaren und Referaten wurden von erfahrenen Referent/inn/en Best Practice Beispiele gezeigt, der pädagogische Mehrwert erörtert und Erfahrungen aus dem Schulalltag präsentiert. Neben aller Euphorie über die technischen Möglichkeiten fehlte ein kritischer Blick auf die Grenzen der pädagogischen Sinnhaftigkeit nicht. Die Veranstaltung  darf als Beitrag zum digikomp-Konzept gesehen werden. Es ist erfreulich, dass die Tagung auf großes Interesse gestoßen ist und von den Teilnehmer/innen als sehr bereichernd empfunden wurde. Mehr Infos ...



Ab in die Zukunft: „u19 Create Your World PRIX“ und „KidZ“

Ausgabe: #7 Mai 2013
Rubrik: Netzwerke
Institution:

Der im Rahmen des Prix Ars Electronica vergebene Medienkunst-Preis „u19 – Create Your World“ für Kinder und Jugendliche wird auch im laufenden Schuljahr wieder ausgeschrieben. Gesucht werden Ideen und Projekte, die sich mit dem Thema „Zukunft“ auseinandersetzen. Als Impuls zur Ideenfindung werden folgende Fragen aufgeworfen und an Zeitgenoss/inn/en unter 19 gerichtet: „Du willst bei der Gestaltung unserer Zukunft ein Wörtchen mitreden? Weil du eine geniale, eine lustige, eine verrückte Idee hast, was die Welt von morgen brauchen würde? Eine Idee, die man unbedingt einmal in der Praxis ausprobieren müsste? Etwas, das dir, deinen Freunden, deiner Familie oder vielen anderen die Zukunft bereichern oder verbessern könnte?“

Mitmachen können alle, die bis 7. März 2014 nicht über 19 sind. Schulklassen sind eingeladen gemeinsam an einer entsprechenden Idee zu tüfteln. Bezüglich der Art der Ausführung oder der verwendeten Medien gibt es keine Einschränkung. Gefragt sind Kreativität und innovative Ideen. Als Gewinn warten nicht nur die prestigeträchtige Goldene Nica, sondern bis zu 5000 Euro und attraktive Sachpreise. Alle Teilnehmer/innen erhalten ein Gratisticket zu den Veranstaltungen des Ars Electronica Festival 2014. Einreichfrist: 7. März 2014. Mehr Infos ...

Thematisch passt dieser Wettbewerb übrigens sehr gut zum Projekt „KidZ – Klassenzimmer der Zukunft“, das unter dem Motto „Gib dem Neuen eine Chance“ dazu aufruft, schon jetzt den Unterrichtsalltag der Zukunft zu erproben. Das Projekt KidZ (Laufzeit: 2013/14 – 2016/17) will die absehbare Zukunft, die „Normalität des Klassenzimmers“ im Jahr 2020 mit selbstverständlich integrierten und jederzeit verfügbaren digitalen Endgeräten mit den damit verbundenen Kommunikations-, Rezeptions- und Interaktionsmöglichkeiten bewusst vorwegnehmen und erforschen. Informations- und Kommunikationstechnologie stehen dabei nicht im Vordergrund, sondern sollen einen selbstverständlichen, bestmöglich integrierten Bestandteil von zeitgemäßen Lehr- und Lernprozessen bilden. Weitere Infos finden Sie unter onlinecampus.virtuelle-ph.at/kidz.

Vielleicht liefert der Create Your World Prix ja auch ein paar Ideen für konkrete KidZ-Experimente!



Broschüre als Einstieg ins Game-Based Learning

Ausgabe: #7 Mai 2013
Rubrik: Netzwerke
Institution: BMBF

Digitale Computer- oder auch Videospiele fristen mittlerweile kein kulturelles Nischendasein mehr, sondern treten vielmehr selbstbewusst große Schritte in Richtung einer sozial, kulturell und wirtschaftlich anerkannten Variante von interaktivem Medienkonsum. Die Spieleindustrie lukriert mittlerweile deutlich mehr Umsatz als die DVD und Blu-Ray Verkäufe der Filmbranche und erreicht längst nicht nur mehr „digital natives“, sondern spricht ein vielschichtiges Publikum an. Computerspiele prägen nicht nur als Unterhaltungsmedien zunehmend den Alltag von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Auch im pädagogischen Kontext finden digitale Spiele zunehmend Beachtung. Diese von Thomas Wernbacher & Alexander Pfeiffer (Donau-Universität Krems) verfasste Broschüre gibt einen kurzgefassten Einstieg ins Game-Based Learning: Was ist die Bedeutung des Game-Based Learning im internationalen Vergleich? Was spricht gegen den Einsatz von digitalen Spielen im Unterricht? Was spricht für den Einsatz von digitalen Spielen im Unterricht? Warum wirken Computerspiele so motivierend auf die Zielgruppe? Kann durch Spiele ein Lerntransfer stattfinden? Wie funktionieren Computerspiele? Was kann die Unterrichtspraxis von Spielen lernen? Gibt es Beispiele für den Einsatz von digitalen Spielen im Unterricht? Wie sieht die Rolle der PädagogInnen im Zuge von Game-Based Learning aus? Den Einstieg bildet ein historischer Rückblick; am Schluss folgt eine ausführliche Literaturliste. Mehr Infos ...



Masterlehrgang Begabungs- und Begabtenförderung

Ausgabe: #7 Mai 2013
Rubrik: Netzwerke
Institution: Pädagogische Hochschule Oberösterreich

Dass Kinder und Jugendliche in der Diversität ihrer Potenziale gefördert werden müssen, darüber besteht weltweiter Konsens. Damit dies auch auf professioneller Basis geschieht, bietet die Pädagogische Hochschule OÖ einen berufsbegleitenden Masterstudienlehrgang für alle pädagogischen Tätigkeitsfelder an. Mehr Infos ...




Masterlehrgang Bildungs-, Berufs- und Laufbahnberatung 2014-2016

Ausgabe: #7 Mai 2013
Rubrik: Netzwerke
Institution: Pädagogische Hochschule Oberösterreich

Erwerben Sie eine Qualifizierung auf hochschulischem Niveau mit umfassenden Kompetenzen für die Bildungs-, Berufs- und Laufbahnberatung. Die Entwicklung fundierter Beratungskompetenz verbunden mit vertieftem einschlägigem Fach- und Theoriewissen bietet Ihnen die Basis für eine Beratungstätigkeit in den unterschiedlichen Feldern von Bildung, Beruf und Beschäftigung. Mehr Infos ...



„Sparkling Science“ – SchülerInnen forschen ohne „Copy and Paste“

Ausgabe: #7 Mai 2013
Rubrik: Netzwerke
Institution:

Das digitale Wissensnetz Austria-Forum legt das Projekt 4W („Was wir wissen wollen“) vor. Dieses wurde im Rahmen des „Sparkling Science“-Forschungsprogrammes des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung gefördert. Dabei führten Schülerinnen und Schüler ab der 5. Schulstufe Recherchen zu von ihnen gewählten Themen durch. Diese Recherchen mussten in „offline“ gefundenen Quellen und zitierfähigen Internet-Beständen erfolgen, um das übliche „Copy/Paste“ aus nur einer, oft nicht allzu verlässlichen Quelle zu verhindern. An die 300 fertige Arbeiten (ab der 5. Schulstufe), die mit einer Suchfunktion verknüpft sind, können im Austria-Forum nachgelesen werden. Mehr Infos ...



International Staff Week an der Metropolitan University Copenhagen

Ausgabe: #6 April 2013
Rubrik: Veranstaltungen
Institution: Onlinecampus Virtuelle PH

Mehr als 60 KollegInnen aus den verschiedensten europäischen Ländern trafen sich von 11.-15.11.2013 an der „Professionshøjskole Metropol“ in Kopenhagen zur International Staff Training Week für MitarbeiterInnen an Universitäten und Hochschulen. Ein dichtes Rahmenprogramm, das ergänzt wurde durch intensive Gruppenarbeiten, bot spannende Einblicke in die Organisation und die strategische Ausrichtung der „Metropolitan“.

10.000 Studierende – 1.000 Lehrende
Wie der dänische Name „Professionshøjskole“ schon sagt, kann man an der Metropolitan University, Berufsaus- und Weiterbildungen in den Bereichen Ernährung, Gesundheit, Sozialarbeit, Management, Schule/Pädagogik und Natur/Technologie absolvieren. Die über 10.000 Studierenden, werden von mehr als 1.000 Lehrenden und administrativen Kräften betreut. Der weitläufige Campus der Hochschule ist im Kopenhagener Stadtteil Nørrebro angesiedelt und wurde von einem an der Metropolitan angestellten Architekten geplant und laufend optimiert. Besonders beeindruckend ist die ansprechende und zum Lernen einladende Innenarchitektur, die unter anderem aus runden Tischen, zahlreichen Gruppen- und Aufenthaltsräumen, Sofas, Leseinseln besteht. In jedem Raum finden die Lehrenden Vorschläge vor, wie sie die Einrichtung je nach Lernsetting unterschiedlich anordnen können.

Dänische „hygge“ (Gemütlichkeit) in der Bibliothek. Bildquelle: Angela KohlRund um die Uhr geöffnet
Zugang zur Metropolitan haben die Studierenden 24 Stunden täglich, sieben Tage in der Woche. Via Chipcard werden die Lernenden am Eingang identifiziert und können anschließend die komplette Infrastruktur, Computer und auch die Bibliothek benutzen. Das Entleihen und Zurückgeben der Bücher erfolgt nämlich ebenso über ein modernes Selbstbedienungs-Scansystem. Jedes Buch trägt einen Chip – so wird Diebstahl oder „versehentlichem Entleihen“ vorgebeugt. Ausgeklügelt wurde das Scan-, Identifizierungs- und Druckersystem der Metropolitan von der 40-köpfigen IT-Abteilung. Letzeres ist besonders innovativ und papiersparend. Über den gesamten Campus sind ca. 150 Drucker verteilt, die alle gleich funktionieren. Die Lehrenden und Studierenden senden ihre Druckaufträge über das Metropolitan-Netzwerk an das Druckersystem und können dann zum Ausdrucken das Gerät wählen, das sich in ihrer nächsten Nähe befindet. Dazu muss nur die persönliche Chipcard eingescannt werden und schon ordnet der jeweilige Drucker die aktuellsten Aufträge zu. Sollten Aufträge in letzter Minute geändert oder storniert werden, kann dies – noch vor dem finalen Ausdrucken – ganz einfach erledigt werden. Auf diese Art und Weise, sind die Altpapiercontainer, die neben den Druckern stehen, fast immer leer.

Leiter der IT-Abteilung, Hans-Henrik Michelsen. Bildquelle: http://www.phmetropol.dk„Intrapol“ – der Alleskönner unter den Plattformen
Eine weitere Innovation, die sich die IT-Abteilung an ihre Fahnen heften kann, ist ihr sogenanntes „Intrapol“. Diese Plattform vereint das Intranet der Metropolitan, die gesamte Studierendenverwaltung und eine Lernplattform. Derzeit noch in der letzten Testphase, stößt die Plattform jetzt schon auf große Begeisterung. Kosten- und Arbeitsaufwand waren zwar sehr hoch – ein Teil der Plattform wurde selber programmiert, ein Teil von der TU Kopenhagen gekauft –, doch ist Hans-Henrik Michelsen, der Leiter der IT-Abteilung, sehr zufrieden mit dem Endprodukt, das in Kürze an der gesamten Hochschule verwendet werden wird. Von „außen“ sieht das System sehr einfach aus. Loggt man sich als Studierende/r ein, sieht man sein Profil, alle seine studienrelevanten Daten, seine individuell zusammengestellte Startseite mit Nachrichten, RSS-Feeds, Statusmeldungen, einem Kalender und Aktuellem aus allen Gruppen, denen man zugehört. Diese Gruppen können entweder von den Studierenden selber oder auch von den Lehrenden für ihre Lehrveranstaltungen angelegt werden. Innerhalb der Gruppen stehen – ähnlich wie in Moodle-Kursräumen – Foren und andere E-Learning Werkzeuge zur Verfügung, Dateien können für die jeweilige Gruppe hochgeladen werden, Videos eingebaut, und vieles mehr.

Derzeit starten die Einschulungen aller Lehrenden in das neue System. Vorgesehen sind sowohl Präsenzschulungen durch KollegInnen der IT-Abteilung, sowie Online-Selbstlernmaterialien, die von der Kommunikationsabteilung bereit gestellt werden. Für laufenden Support und Unterstützung des 1.000-köpfigen Staff ist natürlich auch gesorgt. Auf die Frage, ob denn alle Lehrenden das System verwenden werden und über die dazu notwendigen Kompetenzen verfügen, antwortet Michelsen: „Nicht alle, aber die meisten ...“

Rektor Stefan Hermann. Bildquelle: http://www.phmetropol.dkZiele der Metropolitan
Anders als in Österreich, ist die Metropolitan eher privatwirtschaftlich ausgerichtet. Lehrende erhalten ihren Lohn je nach Qualifikation und sind daher auch sehr motiviert, sich laufend fortzubilden. Die Qualität der Lehre ist Rektor, Stefan Hermann besonders wichtig. Ein Schwerpunkt der Hochschule liegt im Bereich Forschung und Entwicklung, denn die Lehre an der Metropolitan soll methodisch/didaktisch am allerletzten Stand sein. Ein weiteres Ziel für die nächsten Jahre ist es auch, den Unterricht immer mehr zu digitalisieren, von Videoaufzeichnungen der Lehre bis hin zur selbstverständlichen Verwendung der beeindruckenden IT-Infrastruktur und der Lernplattform der Hochschule. Auch der Einsatz von Social Media ist für die Metropolitan enorm wichtig, da dies der direkteste Kanal zu den Studierenden ist.

Von diesen wird viel verlangt. Hermann versucht sie aber immer mehr in die Entwicklung und Gestaltung der Studienprogramme miteinzubeziehen, Entscheidungen gemeinsam zu treffen und so für eine große Lernbereitschaft zu sorgen. Für einen reibungslosen Einstieg ins Arbeitsleben nach dem Studium ist durch viele Kooperationen der Metropolitan mit potentiellen zukünftigen DienstgeberInnen gesorgt.

BIO für alle!
Einen schmackhaften Bezug zur Berufspraxis an Kindergärten, Schulen und Krankenhäusern können sich die Studierenden auf jeden Fall schon einmal in der Campus-Mensa holen. Mindestens zu 70% muss in all diesen Einrichtungen BIO gekocht werden. Dies ist natürlich etwas teurer als konventionelle Kost, werden aber regionale, saisonale Lebensmittel und etwas weniger Fleisch als sonst verwendet, kann wiederum einiges eingespart werden. Auch auf die Menge der Lebensmittel wird geachtet und darauf, dass wenig bis gar nichts weggeworfen wird. So wird BIO für alle leistbar.

Effizienz in allen Bereichen
Dafür, dass in den einzelnen Departments der Metropolitan effizient und ressourcenschonend gearbeitet wird, sorgt ein eigener Unternehmensarchitekt, der alle Prozesse der einzelnen Abteilungen genauestens analysiert und die KollegInnen bei der Dokumentation ihrer Tätigkeiten und möglichen Optimierungen der Abläufe unterstützt. So bleibt unter anderem Zeit und Geld für Dinge wie einen aufwändig gestalteten hausinternen Newsletter (eine Ausgabe davon, allerdings auf Dänisch, finden Sie hier: http://games.inspirat.dk/metropol_11/) und eine wunderbare Betreuung der internationalen Gäste im Rahmen der Staff Week 2013 durch eine Vielzahl an Metropolitan-MitarbeiterInnen.

---

Bildquelle Titelbild: http://www.phmetropol.dk



Digitale Aufklärung. Warum uns das Internet klüger macht.

Ausgabe: #6 April 2013
Rubrik: Publikationen
Institution: Onlinecampus Virtuelle PH

Autoren: Tim Cole, Ossi Urchs

Carl Hanser Verlag. München 2013
ISBN 978-3-446-43673-2

Ossi Urchs gilt als Internet-Guru der ersten Stunde mit einem Background in der Philosophie, Theater- und Politikwissenschaft. Gemeinsam mit Tim Cole, einem deutsch-amerikanischen Kolumnisten, Blogger und Internet-Experten verfolgte er bereits über mehrere Jahre ein Buchprojekt, dessen Resultat seit Oktober dieses Jahres vorliegt: Digitale Aufklärung. Warum uns das Internet klüger macht.

Dieses Werk der „mit unbeirrbarem Optimismus in die nicht nur digitale Zukunft Blickenden“ (zumindest bezeichnet sich Cole als solcher) nimmt eine bewusste Gegenposition zu Aussagen und Thesen von Frank Schirrmacher, Manfred Spitzer und anderen „Kulturpessimisten“, wie sie von den Autoren bezeichnet werden, ein. Letztere geben – so im ersten Kapitel des Buches – dem Internet und der digitalen Vernetzung die Schuld für allerlei Übel der Menschheit. Man ertrinke in der Informationsflut, könne mit dem enormen Tempo der neuen Entwicklungen nicht mithalten, wäre nicht fähig Informationen zu filtern und würde der digitalen Revolution machtlos gegenüberstehen. Urchs und Cole wollen mit ihrem Buch, ganz im Geiste der klassischen europäischen Aufklärung, einen Denkprozess, ein Umdenken einleiten und einen Diskurs anstoßen. Der Unternehmensberater und IT-Experte Michael Kausch schreibt dazu in seiner Laudatio zum Buch Folgendes:

"Urchscole (Anm.: Kausch hat aus den Namen der zwei Autoren einen gebildet und spricht von ihnen im Singular) kündigt etwas an, was noch nicht geleistet ist, aber nach seinem Buch dringlicher denn je erscheint: eine Gesellschaftstheorie des Internet. Ja er verweist in seinem Buch auf die große Parallele zwischen dem Paradigmenwechsel der Digitalisierung und dem Aufkommen der bürgerlichen Gesellschaft im 18. Jahrhundert."

"Selber denken!" lautet, ganz nach Kant, die Devise der beiden Autoren. Menschen sind nicht Opfer der digitalen Entwicklungen, sondern sie haben diese tiefgreifenden Veränderungen selber herbeigeführt und sind sehr wohl in der Lage, sie zu steuern. Vorausgesetzt sie denken ein wenig um und versuchen Dinge etwas anders zu sehen. Die „Digital Natives“, unter denen die Autoren keine an ein bestimmtes Geburtsdatum gebundene Generation verstehen, sondern Menschen, die gelernt haben, die Phänomene Vernetzung und Beschleunigung der Wirklichkeit so zu nutzen, wie es für sie am besten ist, sind schon am ehesten in der Lage, neue Bedingungen und Entwicklungen als solche zu erkennen und neu zu denken.

In zehn zentralen Thesen argumentieren die Autoren für die Notwendigkeit einer digitalen Aufklärung. Diese sind in Kauschs Laudatio im Detail nachzulesen. These 1 lautet beispielsweise: „Alles, was sich digitalisieren lässt, wird digitalisiert. Alles, was sich vernetzen lässt, wird vernetzt. Und das verändert alles!“. In These 2 postulieren die Autoren: „Digitalisierung und Vernetzung sind kein Schnupfen: Sie gehen nicht mehr weg!“ Und daraus resultiert These 10: „Wir brauchen eine digitale Aufklärung: Neu und selbst gedachte Kategorien, die allein dieser grundsätzlich veränderten Welt gerecht werden können. Nur damit können wir diese Welt kritisch reflektieren und produktiv nutzen.“

Auf die einzelnen Thesen wird in den 11 Kapiteln des Buches noch im Detail eingegangen. Urchs und Cole schreiben zum Beispiel, dass Menschen schon seit jeher in Netzwerken gelebt und sich in solchen organisiert haben, weil diese sich sowohl auf die Produktivität als auch auf die Kreativität positiv auswirken und nicht zuletzt eine große wirtschaftliche Kraft besitzen, die zahlreiche Unternehmen bereits für sich genutzt haben, an der aber auch viele bisherige Business-Modelle zugrunde gegangen sind.

Wie das Verhältnis von Arbeits- und Privatleben in Zukunft aussehen wird, dazu skizzieren Urchs und Cole einige Szenarien, die zum Teil sicher bereits vielerorts Realität sind, sich aber vielleicht auch anders entwickeln könnten als von den Autoren prognostiziert. Der Trend zum Home-Office und immer mehr FreiberuflerInnen, Phänomene wie „Starbucks-Worker“ oder „Digitale Beduinen“, die nur wissen müssen, wo sich die nächste Oase oder auch der nächste WLAN-Hotspot befindet, sind sicher nicht von der Hand zu weisen. Dazu im Gegensatz steht jedoch eine Pressemeldung von Yahoo, in der es darum geht, wieder mehr Office-Präsenz einzufordern, da Studien ergaben, dass zwar beim Home-Office die Produktivität größer sei, KollegInnen aber innovativere Idee hätten, wenn sie gemeinsam an einem Ort arbeiteten.

Spannend sind die Ansichten des Autorenteams zum Thema Privatsphäre. Sie sind der Meinung, dass die Vorstellung, es gäbe eine private Welt im Zeitalter des digitalen Dorfes, obsolet geworden ist. Klar ist, dass sich in Zukunft Verhaltensregeln, ein Weg zur „digitalen Diskretion“ herauskristallisieren müssen. Die Fähigkeit dazu haben Digital Natives bereits zum Teil entwickelt, so die Beobachtungen der Autoren. Sie sind sich dessen bewusst, dass durchs „digitale Schlüsselloch“ lugen, sich einfach nicht gehört! Für Privatpersonen genauso wenig wie für ganze Staaten, wie im Kapitel „Das Erdbeben von New York“ besprochen wird.

Nahezu radikal sind die Ausführungen von Urchs und Cole zum Rechtsempfinden in Bezug auf das Urheberrecht. Sie sind der Meinung, dass jede/r, der etwas Neues entwickelt, auf Dinge zurückgreift, die andere vorher entwickelt haben. „Wenn einer so gut abschreibt, dass daraus ein eigenständiges und ernst zu nehmendes Werk entsteht, dann nennen wir es Kunst. Wenn einer schlecht abschreibt und verarbeitet, dann nennen wir es Plagiat.“ Urheberrecht ist aus Sicht der Autoren nicht mehr als eine Kreativitätsbremse und sollte abgeschafft werden. AutorInnen, MusikerInnen etc. sollten vielmehr darüber nachdenken, wie sie ihre kreativen Produkte auch kreativ vermarkten können, beispielsweise mit einzigartigen Erlebnissen wie Konzerten oder Lesungen, die einen Mehrwert für die BesucherInnen darstellen, der sich nicht mit einer duplizierbaren CD oder einem zu kopierenden Text vergleichen lässt. Ein Umdenken in diese Richtung ist manchen vielleicht schon gelungen, viele kämpfen aber noch einen Kampf, von dem noch keiner weiß, wie er ausgehen wird ...

Wie sieht sie also nun aus, die Digitale Aufklärung? Sie soll auf den drei Grundpfeilern Transparenz, Offenheit und Selbstregulierung stehen – dies halten Urchs und Cole für ungeheuer wichtig. Weiter zu denken, vor allem selber zu denken und nach neuen Begriffen und Werten zu suchen, dazu möchten sie ihre LeserInnen motivieren. Mit dem erfrischenden Appell, neuen Entwicklungen nicht immer nur skeptisch, ängstlich und abweisend zu begegnen, sondern sich mit Offenheit und Neugier an ein Umdenken heranzuwagen.



Professionelle Intelligenz: Worauf es morgen ankommt

Ausgabe: #5 März 2013
Rubrik: Publikationen
Institution: Onlinecampus Virtuelle PH


Autor: Gunter Dueck

Eichborn Verlag; Auflage: Aufl. 2012 (23. August 2011)
ISBN-10: 3821865504
ISBN-13: 978-3821865508


In seinem etwas über 250 Seiten starken Buch führt uns Gunter Dueck, von zeit.de zum „Hofnarr der digitalen Elite“ gekürt, einen teils etwas stark gewundenen Gedankenpfad entlang: Seine Hauptthemen sind, wie sich die gesellschaftlichen Anforderungen durch das Internet verändert haben, und was eine Person im Laufe eines Bildungswegs und Berufslebens künftig lernen und dann einbringen muss, um eine bereichernde und lukrative  - oder besser: überhaupt eine - Stelle zu (er)halten.

Zuerst beschreibt er dazu den Ist-Stand und die einschneidenden gesellschaftlichen und globalen Veränderungen der letzten Jahre und Jahrzehnte. Was es da in der Arbeitswelt brauchen würde, ist ihm ganz klar, doch fast noch klarer stellt er uns vor Augen, wie wenig davon derzeit vorhanden ist. Richtet er dann den Blick auch noch auf unsere Bildungsinstitutionen (in seinem Fall: Deutschlands, aber die Kritikpunkte sind durchaus umzulegen), erscheint dort auch der Nachschub mehr als kümmerlich. Hier neigt Dueck leider zu Polemisierungen und flapsig-zugespitzten Aussagen, die er vor allem seinen „Managern“ und „Lehrern“ in den Mund legt – wohl gemerkt: Managerinnen finden sich bei ihm keine, höchstens ab und an eine Sekretärin. Dafür gibt es aber schon die eine oder andere einfühlsame Lehrerin, die ihren Schüler/inne/n im Gedächtnis blieb.

Schon zu Beginn des Buches beschreibt der Autor zwei Jahrhunderte der Industrialisierung und der informatischen Wende im Vorübergehen und folgert daraus: wer vom Wandel nicht überrollt werden will, sollte sich schleunigst das Prädikat „Premium“ im Berufsleben verdienen. Zu Unrecht werde das Lohndumping von Fastfoodketten oft kritisiert, denn: „Wer nur impft, wird [auch] nicht wie ein richtiger Arzt bezahlt!“ und der/die Durchschnittsmediziner/in ist auch beinahe obsolet, weil man seine Symptome ja googlen könne. Dueck konstatiert den „Zwang zur Exzellenz“. Ehemals angesehene Berufe verkommen zur leicht ersetzbaren „Commodity“ und können jederzeit ausgelagert/durch Maschinen ersetzt werden. Ein Mensch kann, so seine Botschaft, dennoch dem Computer immer überlegen sein, denn er/sie fühlt, reagiert instinktiv, intuitiv – und darin sieht Dueck unsere Chance, uns auch zukünftig von Computern unersetzbar zu machen, indem wir „professionell intelligent“ sind.

Interessant wird es vor allem dann, wenn Dueck als IBM-Ex-Manager immer wieder zu seiner „Homebase“ zurückkehrt: Unternehmen und ihre Mitarbeiter/innen. Hier zeigt er auf, wie wichtig und unumgänglich neue, professionelle Managementstrategien und ein neues, positives und zum Gelingen inspirierendes Menschenbild sind, will man Exzellenz und professionelles Arbeiten erreichen und zunehmende Burnout-Raten vermeiden  – was ihm ebenfalls ein großes Anliegen ist. Dies legt er – zu Recht! – auch auf die Schule und das gesamte Bildungssystem um.

Er spricht, vor allem was die fehlende Realitäts- und Berufsnähe der Schulbesuchenden und Studierenden angeht, wichtige Problematiken an und plädiert für frühe(re) Konfrontationen mit der Arbeitsrealität und Förderung des/der Einzelnen auf vielfältigen Ebenen. An kühnen Gedankenexperimenten und dem Mut zum Neuen mangelt es Dueck definitiv nicht. Beim Lesen kommt aber ab und an das Gefühl auf, dass heutige Menschen unter 25 eine beunruhigend fremde Spezies sein müssen, die mit dem Denken und den Anforderungen älterer Lehrender/Chefs überhaupt nicht kompatibel sind (Dueck vergleicht den Menschen und seine/ihre Bildung auch gerne mit Computer und deren Software). Vielleicht aber traut Dueck den vielbesprochenen „Digital Natives“ (von denen er sich für die Zukunft viel erwartet!) doch etwas zu viel zu? Tatsächlich mag der Umgang mit neuen Medien bei den Jungen ein unbefangenerer sein, aber auch hier sträubt sich vielleicht manche/r Leser/in gegen allzu schnelle Generalisierungen. Auch die künftigen Professionals in den Megafirmen, die er heraufbeschwört, haben etwas Unheimliches an sich.

Verschiedene Intelligenzen – selten gefördert oder beachtet
Wendet sich Dueck dann aber den Begriffsdefinitionen und Erklärungsmodellen rund um Intelligenz zu und weist in Tradition von  Gardner, Goleman, Cattell u.a. auf deren herkömmliche Unzulänglichkeiten hin, wird es wieder interessant! Dueck stellt sein Konzept der Professionellen Intelligenz vor. Er definiert diesen Intelligenzen-”Cluster” als eine „Begabung zur Bildung von Erstklassigem“ und „zum Gelingen“. Die Wichtigkeit eines hervorragenden Bildungssystems und von mit Zeit und finanziellen Ressourcen gut gestützten Mentoring-Prozessen auf diesem Weg der „Professional“-isierung betont er dabei stark. Doch über welche Intelligenzen verfügt so ein/e „Professional“? 

Dueck unterscheidet:

  • IQ: die „herkömmliche“ Intelligenz des Verstandes (z.B. Strukturierung ...)
  • EQ: die emotionale Intelligenz des Herzens und der Zusammenarbeit (z.B. Teamwork ...)
  • AQ: die Intelligenz der Sinnlichkeit/Attraktivität (z.B. Werbung, Design ...)
  • CQ: die Intelligenz der Kreation/intuitiven Neugier (z.B. Innovationsfreude ...)
  • MQ: die Intelligenz der Sinnstiftung/des intuitiven Gefühls (z.B. Integrität ...)

Diese 5 Intelligenzen in gutem Zusammenspiel führen also nach Dueck zu einem „hohen PQ“, über den Schlüsselpersönlichkeiten („Keystones“), die das Ganze entwickeln und am System arbeiten,  und Expert/inn/en (T-Shape-Spezialist/inn/en), die den Überblick haben und im System arbeiten, verfügen müssen - in welchem Bereich auch immer. Nur so können sie den neuen Anforderungen entsprechen ohne ersetzbar zu werden. Wo genau die jeweiligen Intelligenzen Anwendung finden, beschreibt er nachfolgend angenehm anschaulich und bringt interessante Aspekte ein, indem er anhand von (manchmal zu) einfachen Beispielen erläutert.

Durch ein kurzes Anreißen der Debatte Sozialisierung versus Veranlagung kommt er zu dem Punkt, dass eine gute Bildung jedenfalls einen großen Unterschied machen kann bezüglich “wie intelligent“ im umfassenden Sinn jemand ist/durch exzellente Bildung werden kann.

Zukunftsvision „ohne“ Schule: „Der Computer geht auf mich ein“
Autoritäre Stile sind überall zunehmend weniger gefragt; Kontrolle weitestgehend nicht mehr möglich – das macht ohne Frage nicht nur, aber stark,  dem System Schule Probleme. Professionals aber arbeiten ohnehin aus anderen Gründen exzellent und gerne – und bestehen auch auf ein reiches Leben außerhalb. Die Schule, so kritisiert Dueck vollkommen richtig, bedient oft nur die herkömmliche Intelligenz und hemmt oder tötet gar die Begabungen auf anderen Gebieten ab, statt sie zu fördern. Insgesamt hat die Schule, wie sie heute existiert, für ihn daher als System ausgedient, denn es gibt zu wenige Professionals (ebenso unter Lehrenden wie im Management!), die Struktur ist zu starr und die „Digital Natives“ (also grob gesagt alle Schüler/innen) lernen sowieso völlig anders, als es die Schule heute einfordert. „Analog Exiles“ (also überspitzt gesagt, ein Gutteil der heutigen Lehrer/innenschaft, die nicht mit neuen Medien aufgewachsen ist) könnten diese daher auch nicht kompetent unterrichten: es müssen Professionals her – und an Stelle des Unterrichts sollte ohnehin das (self-)Training des/der Einzelnen gesetzt werden, ausgelagert in großem Maße nach Hause und ins Internet. Die Frage, die Dueck sich dabei scheinbar nicht gestellt hat, ist: wer im Familiensystem soll angesichts der heutigen Arbeitsrealität, wo meist beide Erziehungsberechtigten arbeiten,  zuhause bleiben, um (zumindest) die jüngeren Kinder dabei zu betreuen?

Leitmedien- und Leitstilwechsel
Im letzten Abschnitt des Buches formuliert Dueck seine Eutopie des Internets als zukünftigen Orts des Lernens, der dazu allerdings, wie er einräumt, noch viel qualitätsvollerer Inhalte bedarf. Bereits jetzt ist eine Masse an Wissen für beinahe jede/n immer und überall (beinahe) frei verfügbar. Dueck wünscht sich all dies und mehr bestens aufbereitet in einer Art „erweiterter Wikipedia“: Videos, Hörbeispiele und Co. zu jedem Eintrag, jedem Wort. Nur so können die „neuen“ Schüler/innen nach ihrer Realität und ihrem Lerntyp eigenständig und in ihrem Tempo optimal lernen. Sie treffen sich in dieser Vision nur noch zu „Premium“-Gesprächen nach dem Selbststudium im Netz mit den Lehrenden, die Mentor/inn/en und Coaches statt Prüfer/innen sein sollen und in der Vorstellung Duecks eine persönliche Beziehung zu dem/der Schüler/in haben sollen.

Fazit
Gunter Dueck schafft vielleicht eher Utopien als Eutopien. Man wünscht sich teils vergebens mehr konkrete Ideen für das Bildungssystem, dem er ja große Wichtigkeit attestiert - es gerät aber, so der Eindruck, recht schnell in die Ecke der “Analog Exiles”, wer Zweifel an der Umsetzbarkeit mancher Ideen anmeldet. Auch bleibt der Eindruck, Dueck stütze seine Einschätzung der Kompetenzen und Bedürfnisse von Schüler/inne/n und Lehrenden auf wenig Greifbares , was seine Ausführungen nicht immer glaubhaft macht bzw. bisweilen als sehr verknappte Darstellung daherkommt. Für Aufgeschlossene (und zum Beispiel fur Institutionen, die sich mit E-Learning auseinandersetzen, wie den Onlinecampus Virtuelle PH)  finden sich in diesem Buch aber definitiv einige interessante Trendvorhersagen und Denkanstöße. Man möge sich nicht an Tonfall, inflationärem Gebrauch von Ausrufungszeichen und manchmal etwas überspitzten Beispielen stoßen.



»Warum fragt ihr nicht einfach uns?«: Mit Schüler-Feedback lernwirksam unterrichten

Ausgabe: #4 Februar 2013
Rubrik: Publikationen
Institution: Onlinecampus Virtuelle PH

Autor/innen: Regine Berger, Dietlinde Granzer, Wolfgang Looss, Sebastian Waack

Erscheinungsdatum: 28. Januar 2013
Verlag: Beltz
ISBN-10: 3407628765
ISBN-13: 978-3407628763

Dieses im Februar 2013 erschienene pädagogische Praxisbuch macht zum Thema, was der australische Bildungsforscher John Hattie „the power of feedback“ nennt. Feedback ist – so die deutschen Autor/inn/en des Werks – ein leider derart inflationär gebrauchter Begriff, dass er bereits fast sinnentleert scheint. Dabei beschreibt er eigentlich ein ganz grundlegendes Denkwerkzeug, das uns befähigt, unser Handeln und seine Konsequenzen sowie unsere „Selbstwirksamkeit und unser Miteinander als Menschen zu verstehen“. Unser Tun provoziert unausweichlich auch eine Reaktion, eine Rückmeldung von „der Welt da draußen“. Was aber macht aus irgendeiner Form der Kommunikation ein tatsächlich relevantes Feedback? Co-Autor Wolfgang Looss zieht im Buchabschnitt „Was ist eigentlich Feedback“ den Schluss, dass „Kommunikationen immer dann zu einem Feedback (werden), wenn sie aus Sicht des Senders und/oder des Adressaten irgendeine Relevanz für die Beziehung zwischen beiden haben, ganz gleich ob es dabei etwa um gemeinsame Arbeit, Kampf, Spiel oder das persönliche Miteinander geht“. Leider ist dieses Feedback – wie zwischenmenschliche Kommunikation im Allgemeinen – nicht immer so klar und durchaus von Missverständnissen geprägt. Ein gelingendes Feedback bedarf daher einiger Anstrengung und der Einsicht, dass wir alle unterschiedlich sind, sowie auch unsere Wahrnehmung der Welt subjektiv ist. Die Akzeptanz dieser vorherrschenden Differenz ist Grundstein für alle Steuerungsbemühen unseres Handelns, sei es in unserer Arbeit oder in unseren Beziehungen. Zielen wir also – trotz dieser Tatsache – darauf ab, gemeinsam etwas zu erreichen, so benötigen wir eine bewusste Feedbackkultur. Je expliziter, genauer und verständlicher Rückmeldungen sind, desto besser verstehen wir, wie unser Gegenüber die Welt sieht und können Vorgänge besser steuern.

Die Autor/inn/en des Buches betonen, wie wichtig diese bewusste Feedbackkultur gerade in so unübersichtlich erscheinenden Zeiten wie diesen ist. Auch wenn dies das Risiko des Nichtverstandenwerdens mit sich bringt, scheinen wir gezwungen, in einer stetig komplexer werdenden Welt – wo Konventionen, Routinen und erprobte Verfahrensweisen nicht mehr den verlässlichen und gewohnten Halt geben – über „Feedback-Operationen immer wieder einen neuen ‚common ground’ herzustellen, der uns gemeinsames Wirken ermöglicht“. Wolfgang Looss distanziert sich hier aber klar von einem populären, in die Mode gekommenen Feedbackbegriff, der gerne im Sinne einer „Tugend des Kommunizierens“ gebraucht wird. Vielmehr geht es, so der Autor, „ganz handfest darum, in allen möglichen Arbeits- und Lebensbezügen unsere Fähigkeit zur Steuerung gemeinsamer Anstrengungen zu erhalten oder wieder zu gewinnen“. Er unterstreicht damit die im Buch sehr stark vertretene Grundhaltung, dass Feedback ein notwendiger Bestandteil allen gemeinschaftlichen Handelns ist.

Doch wie sieht es nun konkret mit der Wirkung von Feedback im Schulalltag aus? Co-Autorin Dietlinde Granzer unterstreicht – anlehnend an John Hatties bekannte Metastudie zu den Wirkungsfaktoren des Lernens – den großen Einfluss von Feedback auf den Lernerfolg, betont aber auch, dass in Bezug auf die Wirksamkeit klar zwischen unterschiedlichen Formen des Feedbacks differenziert werden muss. Als eine äußerst wirksame Form bzw. Grundlage von Feedback wird die „formative Leistungsbeurteilung“ genannt, die nach Hatties umfangreicher Metastudie immerhin auf Platz 3 der wichtigsten Einflussfaktoren beim Lernen rangiert. Sie fokussiert auf das Schließen von „Lücken“ im Lernprozess und soll nicht als „für sich stehende Momentaufnahme des Lernstands“, sondern als Grundlage für direkte Rückmeldung von Seiten des/der Lehrenden gelten. Feedback soll in diesem Fall konkrete Aussagen zur Erreichung des Lernziels bzw. Hinweise zur Weiterarbeit liefern. Wie dies genau funktionieren kann, zeigen die Autor/inn/en anhand des „Hattie-Modells für erfolgreiches Feedback“. Demnach kann Feedback auf vier Ebenen (Aufgabe, Lernprozess, Selbstregulation, Selbst) ansetzen und wird von folgenden drei Feedback-Fragen beeinflusst: „1. Feed up: Wohin geht es?“, „2. Feed back: Wie geht das?“, „3. Feed forward: Wie weiter?“. Diese Fragen sollten Lehrkräfte und Lernende laut Hattie im Lernprozess beantworten können. Das Verständnis dafür, auf welchen Ebenen Feedback ansetzen kann und wie es auf den vier genannten Ebenen wirkt, gilt weiters als Grundvoraussetzung von Seiten der Lehrkraft.

Neben diesem Modell für erfolgreiches Feedback beschreibt das vorliegende Buch auch die in Hatties „Visible-Learning Studie“ (Hattie, 2009) deklarierten „lernrelevanten Faktoren“ näher: Demnach gelten neben SchülerInnen, Schule (als Organisation), Familie und sozialer Herkunft sowie Curricula und Unterricht insbesondere die Lehrerinnen und Lehrer als einflussreichste Faktoren. Ihr Tun, ihr Verhalten gegenüber den SchülerInnen, sowie ihre Organisation der Lehr-Lern-Prozesse ist entscheidend für das Fördern oder Behindern von Lernen. Aber nicht nur die Lehrenden werden angehalten, durch Sichtbarmachen und Reflektieren des eigenen Handelns regelmäßig dessen Wirksamkeit zu überprüfen und nachzujustieren, indem sie kontinuierlich Feedback einholen, sondern auch die SchülerInnen selbst sollen lernen, positiv und bewusst mit Feedback umzugehen bzw. ihr eigenes Lernen zu reflektieren und gegebenenfalls neue Strategien zur Erreichung der vorgegebenen Ziele zu finden. So sollen Letztere mit professioneller Unterstützung durch die Lehrkraft selbst herausfinden, wie sie am besten lernen und individuelle selbstgesteuerte „Lernwege“ gehen. Als konkreter Lösungsansatz wird an dieser Stelle z.B. das Führen eines Lerntagebuches genannt.

Im Buchabschnitt „Einführung von Schüler-Feedback“ wird aber auch hervorgehoben, dass – so wichtig das Ernstnehmen von Schüler/inne/n und ihrer Meinung über Unterricht und Schule ist – Schüler/innen-Feedback nicht ungewollt zur „Lehrerschelte“ werden darf. Damit dies nicht geschieht, ist von Seiten der Lehrperson die nötige persönliche Distanz gefragt. Das Feedback von SchülerInnen-Seite ist vielmehr „als Entwicklungsinstrument für den eigenen Unterricht {...} und nicht als Bewertungsinstrument für die eigene Person“ zu sehen. Das Interesse an den Rückmeldungen der Schüler/innen und die Überzeugung, dass eine gemeinsame, positive Weiterentwicklung des Unterrichts möglich ist, sind laut den Autor/inn/en hierfür unabdingbar.

Mitautorin Regine Berger schlägt mit ihrem Beitrag „Schüler-Feedback als Teil der Schulentwicklung“ schließlich eine Brücke zwischen „Lehr-Lern-Prozess“-Ebene und der Ebene der Schulentwicklung. Sie merkt an, dass mittlerweile omnipräsente und scheinbar etablierte Begriffe wie „Bildungsstandards“ und „Kompetenzorientierung“ leider oft von einer fehlenden inhaltlichen Klärung begleitet werden. Hier muss laut der Autorin noch der Sprung von der Theorie zur Praxis geschafft werden. Daran anknüpfend widmet Berger sich der zentralen Frage, wie „Erkenntnisse nicht nur geschrieben und gelesen werden, sondern zu einer nachweislich veränderten Lern- und Schulkultur führen“. Das deutsche Autor/inn/en-Team bleibt hier aber nicht bei leeren Phrasen, sondern gibt ganz konkrete, strategische Hilfestellungen für den wirksamen Einsatz von Feedback: Fast die Hälfte des Werkes wird dem Thema „Schüler-Feedback in der Praxis“ gewidmet. Die erprobten Praxisbeispiele werden jeweils aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und bieten zahlreiche Materialien, nicht nur für Schüler/innen und Lehrkräfte, sondern auch für Schulleiter/innen, Fachexpert/inn/en und Eltern. Auch das Arbeiten mit Online-Verfahren und brauchbaren Tools kommt nicht zu kurz.

Nicht nur mit theoretisch gefestigtem Background, sondern zugleich sehr handfesten und praxisnahen Beispielen gehen die AutorInnen auf das Thema Feedback und seine Bedeutung für lernwirksamen Unterricht ein. Besonders im Kapitel zur Schulentwicklung wird klar, dass trotz aller positiv motivierten Bestrebungen rund um die Schule und ihre Entwicklung der Fokus auf den Kern der Sache nicht verloren gehen darf: Das Lernen selbst. So gesehen ist dieses Buch auch ein Aufruf zum „Neueinstieg in die nur scheinbar selbstverständliche Gesamtthematik des Lernens der Schülerinnen und Schüler“. Die theoretischen Grundlagen, sowie die Beleuchtung des Themas aus sehr unterschiedlichen Perspektiven bilden gemeinsam mit dem großen Praxisteil ein interessantes Gesamtpaket und machen dieses Werk zu einer erkenntnisreichen Lektüre, die zum Weiterdenken anregt.



Ich schraube, also bin ich: Vom Glück, etwas mit den eigenen Händen zu schaffen

Ausgabe: #3 Jänner 2013
Rubrik: Publikationen
Institution: Onlinecampus Virtuelle PH

Autor: Matthew B. Crawford, Übersetzer: Stephan Gebauer

Erscheinungsdatum: 2011 (deutsche Ausgabe)
Verlag: List Taschenbuch Amerikanische Originalausgabe: 2009; Shop Class as Soul Craft. The Penguin Press

Der Sommer bietet für viele im Schulbereich Tätige eine Auszeit vom hektischen Alltag und die Möglichkeit ihr eigenes Tun, die Gewohnheiten, die Möglichkeiten und Grenzen des Systems und die Sinnhaftigkeit festgefahrener Rituale zu reflektieren. Eine inspirierende Lektüre dazu stellt Crawford’s „Ich schraube, also bin ich“ dar.

Der Autor weiß, wovon er spricht. Als promovierter Philosoph und Geschäftsführer eines Think Tanks kam er eines Tages zu dem Punkt, an dem er sich fragte, wofür er eigentlich bezahlt werde. Geistig und körperlich ermüdet von der Denkarbeit im Büro und dem anschwellenden Gefühl der Nutzlosigkeit besann er sich, eine neue berufliche Richtung einzuschlagen, die widersprüchlicher nicht klingen kann: Er kündigte seine Leitungsstelle im Think Tank und eröffnete seine eigene Motorradwerkstatt. Das Buch ist weder Fiktion noch eine spirituelle Huldigung der Handwerkskunst. Es geht um den gesellschaftlichen Stellenwert manueller Arbeit – aufgerollt im historisch-philosophischen Kontext – und den laut Crawford weitverbreiteten Trugschluss, dass manuelle Arbeit keine geistige wäre; ganz im Gegenteil, denn der Autor „[empfindet] manuelle Arbeit oft auch als geistig fesselnder“. Vor allem aber geht es um Zufriedenheit und persönliches Glück im Schaffen mit den eigenen Händen.

Crawford beschreibt handwerkliches Tun als „zeitloses Ideal“, welches jedoch in Vergessenheit geraten ist, ja sogar gesellschaftlich abgewertet wird. Der sozial-gesellschaftliche Stellenwert einer Person steigt mit dem Grad ihrer Ausbildung und ihrem professionellem Werdegang, speziell im Bereich der Wissensarbeit. An diesem Bild zu zweifeln liegt in Anbetracht des Kontexts der globalen Wirtschaftskrise der letzten Jahre gar nicht so fern: Menschen bekommen immer mehr ihre Abhängigkeit von der globalen wirtschaftlichen Stabilität zu spüren, und auch ein Universitätsstudium bietet keine Garantie mehr für eine sichere Karriere. Gerade in dieser Situation wird sich so manch eine/r mit Crawford denken: „Ich möchte mich nützlich machen“.

Der Autor beschreibt auf sehr spannende Weise die Erfüllung und den persönlichen Nutzen, die manuelle Arbeit bringt. Die Frage, „wer von der Arbeit profitieren soll: die internationalistische Ordnung des abwesenden Kapitals oder ein Individuum, das persönliches Wissen besitzt“, beantwortet er klar. „Die Befriedigung, die der Möglichkeit entspringt, sich mit handwerklichem Können konkret in der Welt Geltung zu verschaffen, verleiht einem Menschen Ruhe und Gelassenheit. Sie scheint ihn von dem Zwang zu befreien, seinen Wert mit wortreichen Interpretationen seines Selbst begründen zu müssen. Er kann einfach darauf zeigen: Das Gebäude steht. Das Auto fährt. Die Lampen brennen.“

Crawford veranschaulicht seine Überlegungen mit Beispielen aus seiner Motorradwerkstatt, die LeserInnen zum Schmunzeln, Lachen und Kopfnicken verleiten. Die Anekdoten wecken das Bedürfnis, sich lang vernachlässigten Bastelprojekten zu widmen, den Lebensraum mit eigenen Händen zu verschönern oder etwas Kaputtes wieder zum Laufen zu bringen anstatt es zu ersetzen. Gleichzeitig ermöglicht der philosophisch-kritische Blick auf die Bedeutung von Arbeit in unserer Gesellschaft eine Selbstreflexion eigener Praktiken sowie eine lustvolle Veränderung dieser.

Der Onlinecampus Virtuelle PH wünscht Ihnen ein entspannendes sommerliches Lesevergnügen und freudvolles, glückliches Schrauben!

Rezensiert von Astrid Brunner



Handbuch E-Learning

Ausgabe: #2 Dezember 2012
Rubrik: Publikationen
Institution: Onlinecampus Virtuelle PH

Autor/innen: Patricia Arnol, Lars Kilian, Anne Thillosen, Gerhard M. Zimmer

Erscheinungsdatum: 2013 (3. aktualisierte Auflage)
Verlag: W. Bertelsmann
Hardcover (auch als e-Book erhältlich)
ISBN: 978-3-7639-5182-6

Das Handbuch E-Learning wirft einen wissenschaftlichen Blick auf die Praxis von E-Learning an Universitäten und Hochschulen. Es werden von Qualitätssicherung über didaktische Konzeption von Mobile Learning unter Einbeziehung von Augmented Reality bis hin zur Nachhaltigkeit und rechtlichen Aspekten alle Themen abgedeckt, die für die Implementierung von E-Learning an wissensvermittelnden Institutionen relevant sind. Um Unklarheiten vorzubeugen, werden einzelne Themen oft mit Begriffsdefinitionen begonnen, und lassen sich dadurch auch von Menschen ohne Expertenwissen auf diesem Gebiet leicht erschließen.

Das umfangreiche Werk hier in seiner Gesamtheit darzustellen, bedeutet das Unmögliche zu versuchen und so wird im Folgenden nur eine kleine Auswahl an subjektiv interessanten Aspekten des Buches verdichtet und verkürzt dargestellt.

Das Buch stellt eine Pflichtlektüre für alle dar, die sich mit E-Learning beschäftigen und zeigt auf, wie E-Learning erfolgreich umgesetzt werden kann, aber auch warum E-Learning an vielen Universitäten und Ausbildungsstätten nicht funktioniert. Ein bedeutender Aspekt stellt diesbezüglich die Schaffung von E-Learning-Kompetenzzentren dar. In der Praxis hat sich gezeigt, dass die Lehrenden oft nicht über das nötige Know-How und die nötigen zeitlichen Ressourcen verfügen, um E-Learning gewinnbringend in der Lehre einzusetzen. Das in solchen Zentren verfügbare Wissen kann dieses Manko ausgleichen und stellt eine wichtige Säule bei der Implementierung von E-Learning dar.

Werden die Erkenntnisse aus dem Handbuch auf die des Bundeszentrum Onlinecampus Virtuelle PH angewandt, so zeigt sich, dass hier viele Aspekte die Möglichkeiten von E-Learning zu nutzen, um Lehre nachhaltiger und qualitativ hochwertiger zu gestalten, vorbildlich umgesetzt wurden. Im Bereich Qualitätssicherung konnten sogar neue Maßstäbe gesetzt werden, die über den Erkenntnisstand des Buches hinausgehen. Weiters zeigt sich, dass der Onlinecampus im Vergleich zu den Praxisbeispielen des Buches eine Vorreiterrolle im Bereich virtuelle Lern- und Lehrangebote einnimmt. Wobei es in einigen Bereichen wie Augmented Reality oder Gamifizierung noch Aufholbedarf gibt.

Das Buch macht deutlich, dass sich die scheinbaren Gegensätze individualisiertes Lernen und kooperatives Lernen in Wirklichkeit einander bedingen und das Weglassen einer der beiden Komponenten in der Regel zu viel weniger nachhaltigen Lernerfahrungen führt. In diesem Zusammenhang geht es vor allem darum, die eigenen subjektiven Erfahrungen im Kontext einer Gemeinschaft präsentieren zu können und sich gegenseitig auszutauschen. E-Learning kann allein durch die Wahl der Methode und des Lerndesigns, die einen gegenseitigen Austausch der Lernenden untereinander als auch eine diskursive Auseinandersetzung zwischen Lehrenden und Lernenden vorgeben, wie dies zum Beispiel im Rahmen eines kooperativen Onlineseminars der Fall ist, Kritikfähigkeit und Feedbackkultur als implizit vermittelte Kompetenzen fördern, ohne dass dies explizit als Thematik angesprochen wird. Dadurch werden sowohl Lernende als auch Lehrende „zum selbstbestimmten kooperativen Handeln in der Gesellschaft“ angestiftet. Nicht zuletzt durch zahlreiche Studien der aktuellen E-Learning Praxis macht das Buch deutlich, dass sich die Lehre immer mehr von der Vermittlung von reinem trägen Wissen („Vielwisserei und reine Datenspeicherung“) verabschieden und sich Richtung Kompetenzorientierung begeben muss. Die große Gefahr von E-Learning besteht darin, genau das Gegenteil umzusetzen, da dies technisch und automatisiert relativ einfach umzusetzen ist. Das ist auch eine ernüchternde Erkenntnis des Buches, denn genau diese Richtung wird bei der praktischen Umsetzung von E-Learning durch die überwältigende Mehrheit aller Bildungsinstitutionen eingschlagen. So werden die Möglichkeiten von E-Learning vielfach auf Abfragen von trägem Wissen, wie sie mittels automatisierter Tests erfolgt, oder auch nur für die Beurteilungs- und Dokumentenverwaltung reduziert. Somit verwundert es auch nicht, dass nach der anfänglichen Euphorie über die sich anbahnende Lernrevolution, eine allgemeine Katerstimmung eingetreten ist. Diese ist aber alleinig der mangelhaften Nutzung der Potentiale geschuldet, die sich weit weg von partizipativen Bildungsprozessen bewegt. Weitere Faktoren für das Scheitern von E-Learning werden in der mangelnden Finanzierung und falschen Erwartungen (zB Kosteneinsparung durch Ersatz der Lehrenden) verortet.

Ein durchgehendes herausragendes Merkmal des Buches besteht darin, dass E-Learning immer im Zusammenhang des allgemeinen Bildungskontextes gesehen wird. In diesem Zusammenhang wird auch ersichtlich, dass E-Learning an Universitäten und Fachhochschulen nicht dazu fähig ist den direkten zwischenmenschlichen Austausch, der in und rund um Präsenzveranstaltungen passiert, zu ersetzen, sondern allenfalls zu ergänzen. Eine weitere Erkenntnis zeigt, dass der Erfolg von E-Learning nicht von High-Tech-Multimedia Lernmaterialien bestimmt wird, sondern vielmehr deren Integration in ein Methodenarrangement, das die zwischenmenschliche Ebene umschließt. Diese wird auch maßgeblich von den Lehrenden beeinflusst, die wiederum ihr Lehrverhalten um mediendidaktische Kompetenzen erweitern müssen. In diesem Punkt liegt aber ein weiterer Knackpunkt von E-Learning versteckt: E-Learning bedeutet nämlich mit jahrhundertealten Traditionen zu brechen, um für die Durchführung von virtuellen Bildungsangeboten auch gewappnet zu sein.

Das Fazit der aktuellen Praxis von E-Learning könnte wie folgt ausfallen: Die Kombination eines immer stärker werdenden partizipativen Charakters von E-Learning kombiniert mit interaktiver Lernsoftware, kollaborativen Werkzeugen, einfachen Vernetzungsmöglichkeiten und mehr Mut zu einer Feedback-Kultur birgt ein unglaubliches Potenzial, das aber durch das Weglassen der partizipativen Elemente sehr weit davon entfernt ist voll ausgeschöpft zu werden. Angesichts dieses ernüchternenden Befundes zeigt dieses Buch aber Wege auf, um all die möglichen Stolpersteine für die eigene E-Learning-Praxis mit Leichtigkeit zu überspringen.

Rezensiert von David Bogner



DUK eBuddys

Ausgabe: #6 April 2013
Rubrik: Netzwerke
Institution: Onlinecampus Virtuelle PH

Spielend leicht gemeinsam statt einsam! Das Bundeszentrum Onlinecampus Virtuelle PH und die Donau-Universität Krems laden Sie ein, Ihre Expertise in Form eines eBuddy-Coachings an Lehrer/innen weiterzugeben, damit Game-based Learning zunehmend auch in Österreichischen Schulen Einzug hält. Dieses Angebot richtet sich exklusiv an Studierende und Absolvent/inn/en der Donau-Universität Krems. Die Coachingarbeit wird pauschal honoriert. Mehr infos ...



EduGaming4Prevention

Ausgabe: #6 April 2013
Rubrik: Netzwerke
Institution: Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems

Digitale Spiele mit Sinn: In diesem Masterlehrgang der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems erhalten die Teilnehmer/innen eine umfassende Ausbildung, um Computerspiele in der Gesundheits-, Gewalt- und Suchtprävention sinnvoll einsetzen zu können. Lehrgangsstart: Sommersemester 2014. Mehr Infos ...



GERAGOGIK

Ausgabe: #6 April 2013
Rubrik: Netzwerke
Institution: Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems

Lernkonzepte für Menschen in der zweiten Lebenshälfte: In diesem Masterlehrgang erhalten die Teilnehmer/innen die Kompetenz, ältere Menschen mit ihren Lebensgeschichten und Stärken wahrzunehmen und angemessene Bildungsangebote zur Förderung und Entwicklung zu konzipieren. Einstiegsseminar: 13. und 14.12.2013, 15:00 Uhr, Campus Krems-Mitterau. Referent: Univ.-Prof. Dr. Franz Kolland. Mehr Infos ...



FUNDSTÜCKE: Übergabe eines Schummelzettels von Lehrenden für Lehrende: „Was dürfen wir mit Fundstücken aus dem Netz tun?“

Ausgabe: #4 Februar 2013
Rubrik: Netzwerke
Institution: Onlinecampus Virtuelle PH

Zum Abschluss der eEducation Sommertagung erhielt jede/r Teilnehmer/in einen Schummelzettel. Mit diesem Schummelzettel in Griffnähe sollte man sich sicher fühlen in Bezug auf die Frage:

Was darf ich mit Fundstücken aus dem Netz tun?
Man erfährt, dass es unterschiedliche rechtliche Regelungen gibt, wenn Inhalte aus dem Internet innerhalb oder außerhalb des Unterrichts genutzt werden. Dabei stellen Elternabende und Schulvorführungen in den Augen des Urherberrechtes keinen Unterricht dar. Einen privat erworbenen Hollywoodfilm darf man nur vorführen, wenn die Schule eine bestimmte Abgabe gezahlt hat. Für viele dieser und anderer komplizierter Regelungen gibt es eine Alternative: Freie Bildungsressourcen (OER, Open Educational Resources).

Schatzkiste freier Bildungsressourcen
Der Schummelzettel führt nicht nur aus den rechtlichen Grauzonen des Urheberrechts heraus, sondern direkt zu den Quellen - internationaler wie österreichischer – freier Bildungsressourcen. Der empfohlenen Einstieg führt über search.creativecommons.org zu Wikimedia Commons, TEDeducation oder KhanAcademy auf Youtube, etc. Und es finden sich auch regionale Schätze wie Bilderpool, Kulturpool, Ö1 macht Schule, digikomp Aufgabenpool usw. (Alle Links sind auf dem Schummelzettel zu finden).

Wie kam es zu diesem Schummelzettel?
40 neugierige Pädagog/inn/en folgten im April 2013 der Einladung des Onlinecampus Virtuelle PH, gemeinsam mehrere Wochen an einem deutschsprachigen MOOC (Massive Open Online Course) zum Thema OER (Open Educational Resources) teilzunehmen, nämlich dem COER13. In einer „offenen Werkstatt“, eigens für die österreichische Lehre/innenrschaft betreut, hat sich eine kleine Untergruppe der „OER Aficionados“ zusammengefunden, um die Thematik - mit Unterstützung des hauseigenen BMUKK Juristen – so einfach und dabei so korrekt wie möglich darzustellen.

Bestellung und Kontakt
Die Online Version ist mit mehr als 35 weiterführenden Links unter onlinecampus.virtuelle-ph.at/oer abrufbar bzw. kann auch in gedruckter Form unter der E-Mail-Adresse info@virtuelle-ph.at angefordert unter werden. Wenn Sie daran interessiert sind, an einer ähnlichen offenen, vernetzten und internationalen Lernaktivität in Zukunft teilzunehmen, teilen Sie das ebenfalls der Virtuellen PH unter dem Stichwort „Open Air Lernaktivität“ mit. Sie werden dann informiert!



kreativinnovativ2020 Gesprächsreihe: SQA durch die Brille von ...

Ausgabe: #4 Februar 2013
Rubrik: Netzwerke
Institution: SQA - Schulqualität Allgemeinbildung

Die Plattform kreativinnovativ2020 befragte im SQA Pilotjahr 2013 ihre Mitglieder, was SQA für sie bedeutet und umgekehrt, inwiefern ihr Qualitätsanspruch für SQA förderlich sein könnte. Im Abstand von etwa zwei bis drei Wochen wurden Bildungsinnovator/innen zum Gespräch geladen, um ihre Qualitätsinitiative, ihr Programm, Projekt oder Netzwerk im Hinblick auf SQA zu beschreiben. Die virtuelle Community-Plattform kreativinnovativ2020 (kurz: ki2020) wurde vom BMUKK im Jahre 2009 anlässlich eines Vernetzungstreffens von Bildungsinnovator/inn/en aus ganz Österreich ins Leben gerufen und dient zur Vernetzung von an Schulentwicklung interessierten Personen. Alle bisherigen gespräche wurden nun in einem interaktiven PDF-Flyer ansprechend aufbereitet. Mehr Infos ...



Welttag der Wissenschaft - VIER Hochschulen und EIN Ziel

Ausgabe: #6 April 2013
Rubrik: Veranstaltungen
Institution: Private Pädagogische Hochschule Burgenland

Die vier burgenländischen tertiären Einrichtungen (Pädagogische Hochschule Burgenland, Fachhochschule Burgenland, Joseph Haydn-Konservatorium und Institut 12 Oberschützen der Musikuniversität Graz) begingen den „Welttag der Wissenschaft“ am 5.11.2013 mit einem gemeinsamen Festakt im Festsaal des Joseph Haydn-Konservatoriums. Die Hochschulen demonstrierten Einigkeit und EIN gemeinsames Ziel: die Möglichkeiten der Zusammenarbeit auszuloten, damit die Qualität der Studien bzw. des Service und der Rahmenbedingungen zum Studieren im Burgenland erhöht werden kann. Konkret wird derzeit schon in den verschiedensten Bereichen zusammengearbeitet: Gemeinsame Nutzung von Räumlichkeiten, die gemeinsame Homepage (www.hochschulen-burgenland.at), der Austausch von Lehrenden, Kooperation in der Öffentlichkeitsarbeit sowie einzelne gemeinsame Angebote für Studierende. Mehr Infos ...



SQA Netzwerktreffen

Ausgabe: #6 April 2013
Rubrik: Veranstaltungen
Institution: SQA - Schulqualität Allgemeinbildung

Am 11. November 2013 fand in Wien das 3. Treffen des SQA-Partner/innen-Netzwerks statt. Ziele des Treffens waren das Finden der eigenen Position bzw. Rolle im SQA Partner/innen-Netzwerk, die Reflexion möglicher Kooperationen innerhalb des Netzwerks, sowie die Auseinandersetzung mit dem Thema „Beratung von Schulen“ im Kontext von SQA. Die kontinuierlich wachsende  Teilnehmer/innenzahl zeugt vom regen Interesse an SQA – Schulqualität Allgemeinbildung und der Möglichkeit, sich mit anderen SQA-Partner/innen zu vernetzen und auszutauschen. In der neu strukturierten Datenbank des SQA-Partner/innen-Netzwerks finden Sie Informationen zu den einzelnen Netzwerkpartner/innen, sowie zu deren Themenbereichen und Unterstützungsangeboten für Schulen. Zum breiten Angebot von Unterstützungsmaßnahmen bei der Umsetzung von SQA an jeder einzelnen Schule zählt auch die Initiative „EBIS - Entwicklungsberatung in Schulen“. Die „EBIS-Liste“ bietet eine Übersicht mit Kontaktdaten von Entwicklungsberater/innen, die das vom BMUKK entwickelte EBIS-Kompetenzprofil erfüllen.



eLearning Didaktik Fachtagung begeisterte Bildungsexperten und Lehrer/innen

Ausgabe: #6 April 2013
Rubrik: Veranstaltungen
Institution: Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz

An der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz fand Ende Oktober die achte eLearning Didaktik Fachtagung statt. Insgesamt 470 Lehrer/innen nahmen an der Veranstaltung teil, einer Kooperation zwischen dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur und der PH-Linz. Die Tagung bot für Expert/innen aus allen Bildungsbereichen und Lehrende, die am Unterricht mit den „Digitalen Medien“ interessiert sind ein tolles Forum. Aus den Einreichungen wurden den Teilnehmer/innen 48 innovative Beiträge im Rahmen von Vorträgen und drei Aktiv-Workshops präsentiert. Das Institut für Medienpädagogik und eLearning der PH-Linz organisierte nicht nur für die Tagung, sondern war auch mit mehreren Vorträgen und der Gestaltung der Workshops inhaltlich präsent. „Die aus ganz Österreich angereisten Teilnehmer und Referenten waren von der Atmosphäre der Tagung begeistert“, freuen sich Petra Traxler und Michael Atzwanger vom Institut für Medienpädagogik. Mehr Infos ...



Beebot: „Denken lernen – Problemstellungen lösen“

Ausgabe: #6 April 2013
Rubrik: Netzwerke
Institution: Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz

Spielerisch und selbsttätig können Kinder mit Hilfe des Bodenroboters BeeBot etwas über Bewegung, Richtung und Weg erfahren. Über elementare Eigenschaften von geometrischen Objekten wie Rechteck, Quadrat, kommen Kinder so zu ersten Befehlen der Robotik. Die Pädagogische Hochschule der Diözese Linz (www.ph-linz.at) stellt verschiedene Möglichkeiten zum Einsatz der kleinen Biene im Volksschulunterricht bereit. „Durch das Arbeiten machen die Kinder auf einfache und sehr spannende und lustige Weise erste Erfahrungen zum Programmieren von Robotern und Computern. Sie sammeln Routine im analytischen und logischen Denken, entwickeln Strategien und müssen vorausdenken, um die BeeBot zielgerichtet zu steuern“, sagen die Projektleiter/innen Ingrid Ebner und Alois Bachinger der Pädagogischen Hochschule. Die PH-Linz verleiht die „BeeBots“ an Lehrer/innen, gibt Tipps zur Anwendung im Unterricht und hält SCHILFs und SCHÜLFs zu diesem Bereich. Infos unter elearn@ph-linz.at.



Nachhaltig Leben Lernen

Ausgabe: #6 April 2013
Rubrik: Netzwerke
Institution: Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems

Dieser Lehrgang bietet Ihnen neben einer umfangreichen Auseinandersetzung mit den Grundlagen der Nachhaltigkeit die Möglichkeit, ein Projekt nachhaltiger Entwicklung für Ihre eigene Institution (Bildungseinrichtung, Pfarre, Gemeinde etc.) zu entwickeln. Lehrgangsstart: 04.04.2014, Bildungshaus Schloss Großrußbach. Mehr Infos ...



Safer Internet Day 2014 – Österreichs Schulen machen mit!

Ausgabe: #6 April 2013
Rubrik: Netzwerke
Institution: Safer Internet

Schulen aufgepasst! Februar 2014 ist Safer Internet-Aktions-Monat! Am 11. Februar 2014 findet der internationale Safer Internet Day bereits zum elften Mal statt. Schulen sind aufgerufen, sich mit eigenen Projekten aktiv am Safer Internet Day 2014 zu beteiligen. Alle angemeldeten Projekte werden unter www.saferinternetday.at veröffentlicht und den Medien vorgestellt. Mit Unterstützung des BMUKK steht für Österreichs Schulen wieder der ganze Monat Februar 2014 im Zeichen von „Safer Internet“. Machen Sie die sichere Internetnutzung an Ihrer Schule zum Thema und gestalten Sie eigene Projekte dazu. Alle Schulen, die sich zum Safer Internet-Aktions-Monat anmelden, erhalten ein kostenloses Safer Internet Day-Info-Package mit Projektideen, Unterrichtsmaterialien, Präsentationsvorlagen, E-Learning-Kursen, Videos, Leitfäden und vielem mehr! Mehr Infos ...



Fußabdrücke von Lernprozessen (Footprints of emergent learning)

Ausgabe: #6 April 2013
Rubrik: Netzwerke
Institution: FH-Joanneum

Am 02. Dezember 2013 starten Jutta Pauschenwein und Erika Pernold von der FH JOANNEUM ihren 3-wöchigen Online-Kurs und stellen den TeilnehmerInnen die Methode der „Footprints of Emergence“ vor. Diese Methode ermöglicht es Lehrenden und Lernenden, Lerndesigns und Lernprozesse hinreichend strukturiert und gleichzeitig intuitiv zu erfassen und zu evaluieren. Vor allem offene Lernszenarien, die durch die Integration moderner Kommunikationstechnologien oft mit E-Learning-Methoden verwirklicht werden, lassen sich damit qualitativ erfassen. Footprints können für die Evaluierung des didaktischen Konzepts (Lehrende, TrainerInnen) oder des Lernprozesses (Studierende, TrainingsteilnehmerInnen) eingesetzt werden. Im Lauf des dreiwöchigen Trainings diskutieren die TeilnehmerInnen die Theorie des „emergent learning“, also ein Lernen, das in der Interaktion von Lernenden und Ressourcen entsteht. Mehr Info ...



Stärkung der Fachdidaktiken in den Regionen

Ausgabe: #6 April 2013
Rubrik: Netzwerke
Institution: IMST - Innovationen Machen Schulen Top

Die in Österreich bestehenden bzw. neuzugründenden regionalen fachdidaktischen Kompetenzzentren sollen durch die Vergabe eines Qualitätsnachweises  als RECC (Regional Education Competence Centre) aufgewertet werden. Mit dem Qualitätslabel RECC, das durch das bmukk vergeben wird, soll die fachdidaktische Forschung, Aus- und Weiterbildung sowie Vernetzung mit bestehenden regionalen Netzwerken und den regionalen Institutionen aus Wissenschaft, Schulpraxis und Bildungsbehörde forciert werden. Bis 31. Jänner 2014 können sich Regionale Fachdidaktikzentren, aber auch andere Bildungsinstitutionen für die Auszeichnung mit dem Qualitätslabel RECC bewerben. Mehr Infos ...



ABC 3plus * – ein neues Lehr- und Lernmodell an der Pädagogischen Hochschule Salzburg

Ausgabe: #6 April 2013
Rubrik: Netzwerke
Institution: Pädagogische Hochschule Salzburg

Unter wissenschaftlicher Begleitung wird seit Beginn des Wintersemesters 2013/14 das an der Pädagogischen Hochschule Salzburg (PHS) entwickelte Lehr- und Lernmodell ABC 3plus mit einer Pilotgruppe (Lehramt Volksschule) umgesetzt und erprobt. Schwerpunkte des Pilotprojektes sind folgende drei Kernelemente: Selbstorganisiertes Lernen als durchgängiges Lehr- und Lernprinzip, Service Learning als additives Element in der Ausbildung und die persönliche Herausforderung als aktives Bindeglied zwischen Studium und der eigenen Persönlichkeit. Ein geöffneter Stundenplan, vermehrte Exkursionen, öffentliche Präsentationen von Lehrveranstaltungsergebnissen sowie gelebtes Teamteaching sind weitere Elemente, die das neue Lehren und Lernen bestimmen. Ziel ist es, die Studierenden in ihrem Tun zu stärken und Erfahrungen mit der sich ändernden Lehrer/innenrolle zu sammeln, um in der Praxis gesichert darauf zurückgreifen zu können. | * A = Ausbildung, B = Bildung, C = Citicenship; 3 steht für die drei genannten Elemente, plus steht für noch unvorhersehbare Entwicklungen. Mehr Infos ...



digikomp.at - Portal neu überarbeitet

Ausgabe: #6 April 2013
Rubrik: Netzwerke
Institution: edugroup.at

Das digikomp.at-Portal präsentiert sich überholt und in neuem Design! Auf der Seite www.digikomp.at finden Sie, unterteilt für verschiedene Schulformen, Hilfestellungen und Aufgabensammlungen, News, sowie Informationen zu Kompetenzmodellen und vielem mehr - z.B. dazu, wie Sie als Lehrende/r vermittlungsfit(ter) werden können! Besuchen Sie das digikomp-Portal! Das gemeinsame digi.komp-Dach steht für das Streben nach einer verlässlichen digitalen Kompetenzvermittlung und soll wesentlich zur praktischen Umsetzung der in Lehrplänen und Bildungsanliegen definierten Vorgaben beitragen. Ein Tipp: Interessante digikomp-Unterrichtsbeispiele für die Sekundarstufe I finden Sie unter nachfolgendem Link. Mehr Infos ...



Teachertraining Videos von Russel Stannard

Ausgabe: #5 März 2013
Rubrik: Netzwerke
Institution: Onlinecampus Virtuelle PH

Russel Stannard, der für seine Arbeit bereits mehrfach ausgezeichnet wurde ("Outstanding ICT initiative of the year 2008", "Winner! TEFL Site Of The Year 2009", "ELTons – celebrating innovation 2010 des British Council") und auf der eEducation Sommertagung 2013 mit einem Workshop sowie einer Keynote vertreten war, gibt auf seiner Seite www.teachertraingvideos.com in Form von Videoaufzeichnungen Hilfestellungen zum Umgang mit neuen Technologien im Unterricht und stellt dabei viele erwähnenswerte Web 2.0 Tools vor. Seine Tutorials sind frei zugänglich und kostenlos.

Es finden sich auf der Seite unter anderem interessante Möglichkeiten zum Einsatz von Screencapture Technologien für Feedback im Unterricht, das Stannard mithilfe des kostenlosen ICT Tools „Jing“ durchführt: http://www.teachertrainingvideos.com/Jing. In einem weiteren Schritt lässt er diese Bildschirmaufnahme-Software aber auch für Reflexionen von Seiten der Studierenden einsetzen. Jing stellt sich hier als ein simples, aber mächtiges Tool heraus, um im Unterricht eine wirksame Feedback- und Reflexionskultur zu etablieren.

Viele von Stannards Beispielen beziehen sich auf den Sprachenunterricht, sind aber problemlos auf andere Fächer ummünzbar. Er zeigt unter anderem Tipps und Tricks zum Einsatz von Smartboards und zum Podcasting Tool „Vocaroo“. Ein anderes Online-Tutorial wiederum widmet sich der Benützung von „WallWisher“, das jetzt Padlet heißt, aber dieselben Features bietet. Padlet funktioniert wie eine digitale Tafel, die sich mit Textnotizen, Bildern, Videos usw. ganz unkompliziert für kollaborative (Projekt-)Arbeit im Klassenzimmer nützen lässt. Wie einfach man digitale Cartoon-Animationen mit dem webbasierten Moviemaker „Dvolver“ machen kann, zeigt er in folgendem Video: http://www.teachertrainingvideos.com/volver

Viel Spaß beim Stöbern wünscht Ihnen die Onlinecampus Review Redaktion!



erkennen.begleiten.beurteilen. Leistungsbeurteilung und Begabungsförderung – ein Widerspruch?

Ausgabe: #5 März 2013
Rubrik: Netzwerke
Institution: Pädagogische Hochschule Kärnten

Bundestagung zur Begabungsförderung: 26.11.-27.11.2013 | Pädagogische Hochschule Kärnten. Armin Hackl eröffnet mit seinem Impulsvortrag zum Thema „An der Leistung könnt ihr sie erkennen? Eine kritische Auseinandersetzung mit Leistungsvorstellungen in der schulischen Begabungsförderung.“ die diesjährige Bundestagung. Daran schließen am ersten Tag auch Workshops mit Christa Koenne und Florian Schmid. Am zweiten Tag stellt Thomas Stern sein Referat unter den Titel „Individuelle Lernfortschrittsdiagnosen, um das Lernen zu unterstützen“. Eva Theissl und Ulrike Kempter bieten danach Workshops an. Die Anmeldung erfolgt über PH-Online (F2BWSPB202)  und Frau Hemma Blank.
Mehr Infos ...



Informatik Tag ‘13

Ausgabe: #5 März 2013
Rubrik: Veranstaltungen
Institution: OCG

Zahlreiche Lehrer/innen der Informatik, sowie Personen aus der Lehre und Forschung aus dem universitären Bereich, versammelten sich am 30. September zum 5. Informatiktag an der Universität Wien um über aktuelle Themen der  Informatikdidaktik zu diskutieren. In den Vorträgen wurden zum einen, neueste Forschungsergebnisse, Berichte über aktuelle Schulversuche mit innovativen Zugängen in unterschiedlichen Schulbereichen präsentiert, zum anderen konnten die Teilnehmer/innen anhand von Workshops zu unterschiedlichen Themen wie Sicherheit im Internet, Robotik in der Schule, etc. neue Ideen und Ansätze für den Unterricht kennenlernen. Der diesjährige internationale Beitrag kam aus Polen: Herr Maciej M. Syslo von der Univeristät Wroclaw stellte ein bereits durchgeführtes Konzept über projektbasiertes Lernen in der Informatik inkl. Ergebnissen vor. Mehr Infos ...



Das digitale Kompetenzmodell der Volksschule – digi.komp4

Ausgabe: #5 März 2013
Rubrik: Veranstaltungen
Institution: BMBF

Die bundesweite Tagung der „IT@VS“-Netzwerkgruppe des BMUKK fand heuer von 26.9. bis 28.9.2013 an der PH-Steiermark in Graz statt. Im Mittelpunkt der Tagung stand das digitale Kompetenzmodell der Volksschule – digi.komp4. Die digitale Kompetenz, eine der acht Schlüsselkompetenzen, wurde von der Europäischen Kommission in der „Digitalen Agenda“ (Europäische Kommission, 2013a) festgelegt. Zahlreiche Studien, wie die MiniKim-Studie (2012), 3. Oö. Kinder-Medien-Studie (2013), KIM-Studie (2012), Saferinternet (2013) belegen, dass Kinder schon vor dem Schuleintritt erste Erfahrungen mit Neuen Medien sammeln. Die Fragestellung, wie der Bildungsbereich, insbesondere der curriculare Bereich der Institution Schule, auf diese globale Entwicklung eingeht bzw. eingehen kann, wird mit zahlreichen Beispielen (digi.komp4) aufgezeigt. In der Pilotphase wurden in sieben österreichischen Bundesländern Beispiele von Schüler/innen getestet (n= 317). Fast alle Kinder (99,4%) gaben an, dass sie die Aufgaben lösen konnten und ihnen die Bearbeitung der Beispiele großen Spaß gemacht hat. Kontakt: Ursula Mulley, MA, Barbara Zuliani, MEd. Mehr Infos ...



Ausschreibung: Professur für Medienpädagogik

Ausgabe: #5 März 2013
Rubrik: Netzwerke
Institution: Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz

Das Institut für Medienpädagogik, IKT und E-Learning der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz (www.ph-linz.at) besetzt eine Professur für Medienpädagogik (40 Stunden/Woche, zu besetzen ab 1. Dezember 2013). Gesucht wird jemand, der das Fachgebiet Medienpädagogik, Mediendidaktik und Medienphilosophie in Lehre und Forschung vertritt sowie in Kooperation mit anderen Bereichen der Hochschule weiterentwickelt. Konkret sind folgende Tätigkeitsbereiche vorgesehen: Lehre für Lehramtsstudierende im Fachbereich Medienpädagogik, -didaktik und -philosophie der Elementar-, Primar- und Sekundarstufenausbildung, sowie der Fort- und Weiterbildung von Lehrer/innen; Medienlehr- und –lernforschung mit Augenmerk auf aktuelle Informations- und Kommunikationstechnologien. Empirische schulunterrichtsnahe Forschung zu innovativen Bereichen der Mediendidaktik; Betreuung von Bachelor- und Masterarbeiten; Mitgestaltung von Konzepten zur österreichischen Pädagogen/innenbildung in Kooperation mit anderen hochschulischen, universitären und außeruniversitären Einrichtungen; Synergieentwicklung auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene in Zusammenarbeit mit der Institutsleitung; Einreichfrist für Bewerbungsunterlagen: 8. November 2013. Mehr Infos ...



Ausgabe:
Rubrik:
Institution:


Tablet User Days an der PH Vorarlberg: 12. bis 14. November 2013

Ausgabe: #5 März 2013
Rubrik: Netzwerke
Institution: Pädagogische Hochschule Vorarlberg

Unter dem Motto „Lernen am Tablet serviert“ veranstaltet die PH Vorarlberg vom 12. – 14. November eine Tagung für Lehrpersonen, Studierende und Interessierte. Mit Workshops, Seminaren und Referaten zum Ausprobieren und gezielten Arbeiten mit Tablets im Unterricht finden Poweruser und Neulinge passende Veranstaltungen. Gearbeitet wird mit iPads, Android- und Windows-Tablets. Programm: Dienstag, 12.11.2013: 14:00 – 18:00 – Tablets kennenlernen. Mittwoch, 13.11.2013: 09:00 – 17:00 – Einsatz im Unterricht: Workshops für VS, NMS, AHS, BMHS, E-Learning-Hausmesse. 17:00 – 19.30 – „Neue Medien – Neue Lernkultur“: Referate, Ausstellungen, Hausmesse, Buffet. Donnerstag, 14.11.2013: „Appetize your school“: eigene Apps entwickeln, Schule für Apps fit machen. Ort: PH Vorarlberg, Liechtensteinerstraße 33-37, 6800 Feldkirch. Mehr Infos ...



Call zum Sonderheft „Videos in der (Hochschul-)Lehre“

Ausgabe: #5 März 2013
Rubrik: Netzwerke
Institution: Forum neue Medien Austria

Die Zeitschrift für Hochschulentwicklung wird 2014 mit einem Novum aufwarten: Das Sonderheft 9/3 der Zeitschrift für Hochschulentwicklung (April 2014) steht in unmittelbarem Zusammenhang mit einer Tagung in Graz an der dortigen Kunstuniversität. Die Tagung (24. und 25. April, http://iunig.at) und das Sonderheft befassen sich mit dem Thema „Videos in der (Hochschul-)Lehre“, als Gastherausgeber/innen fungieren Martin Ebner (Technische Universität Graz), Michael Kopp (Universität Graz), Jutta Pauschenwein (FH Joanneum), Manfred Rechberger (Kunstuniversität Graz), Herwig Rehatschek (Medizinische Universität Graz) und Martin Teufel (Pädagogische Hochschule Graz).
Erscheinungstermin wird im April 2014 sein. Die Deadline zur Einreichung eines vollständigen Beitrags ist der 18. November 2013. Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte an Manfred Rechberger (manfred.rechberger@kug.ac.at) oder Martin Ebner (martin.ebner@tugraz.at). Bei technischen und organisatorischen Fragen wenden Sie sich bitte an Michael Raunig (office@zfhe.at). Die ZFHE-Redaktion freut sich auf Ihre Einreichung! Mehr Infos ...



[L3T] Das Buch in vielen Endformaten

Ausgabe: #5 März 2013
Rubrik: Netzwerke
Institution: BIMS e.V - Bildung Innovation Soziale Exzellenz gem.e.V.

Wie erfolgreich die Umsetzung von offen zugänglichen digitalen Büchern sein kann, beweist das interdisziplinäre Lehrbuch L3T, das unter der Leitung von Sandra Schön und Martin Ebner mit Hilfe von mehr als 250 Mitwirkenden entwickelt wurde und bereits viele Freund/innen/e gefunden hat. Die Publikation zum Thema Lernen und Lehren mit Technologien, die Studierenden und Lehrenden einen übersichtlichen Einstieg in das Thema E-Learning bietet, ist in einer zweiten, überarbeiteten Version bereits des Längeren online zugänglich. Umso erfreulicher ist es, dass das Buch nun auch in den unterschiedlichsten Formaten zur Verfügung steht. Um dem digitalen Zeitalter noch gerechter zu werden, wurde L3T somit an multiple Endgeräte und Benutzerbedürfnisse angepasst und wird nun in folgenden Varianten angeboten: L3T als PDF, L3T als ePUB, L3T als HTML, L3T als Printversion, L3T auf Slideshare, Apps für iPhone, iPad und Android (http://l3t.eu). Viel Spaß beim Lesen, Teilen, Verwenden und Verbreiten! Mehr Infos ...



Politische Bildung – nicht nur ein Unterrichtsprinzip – auch als OTP auf LMS.at

Ausgabe: #5 März 2013
Rubrik: Netzwerke
Institution: LMS.at

Politische Bildung ist eine Voraussetzung sowohl für die persönliche Entfaltung des/der Einzelnen als auch für die Weiterentwicklung des gesellschaftlichen Ganzen. Sie ist in einer Zeit, die durch zunehmende Kompliziertheit in allen Lebensbereichen gekennzeichnet ist, ein aktiver Beitrag zur Gestaltung der Gesellschaft und zur Verwirklichung der Demokratie. (vgl. Grundsatzerlass zum Unterrichtsprinzip Politische Bildung). LMS.at unterstützt Sie und Ihre Schüler/innen bei der Umsetzung dieses Unterrichtsprinzips und weist – rechtzeitig zum Nationalfeiertag – auf zwei Selbstlernkurse hin: OTP - Politische Bildung (ab 9. Schulstufe) => Interaktive Übungen zu Politik, Recht und vielem mehr. [Anmelden]. OTP - Gemeinde Vifzack (ab 9. Schulstufe) => Verschiedene interaktive Aufgabenstellungen zu diversen Themen, mit denen das Unterrichtsprinzip „Politische Bildung“ umgesetzt werden kann. [Anmelden]. OTP („Opportunity To Practice“) ist ein Selbstlernkonzept von LMS.at. Die Verwendung der Kurse bzw. die dafür notwendige Registrierung auf LMS.at ist kostenlos. Mehr Infos ...



Schulentwicklung an NMS: eLearning in 10 Schritten

Ausgabe: #5 März 2013
Rubrik: Netzwerke
Institution: BMBF

Andrea Prock, eLearning-Koordinatorin für die NMS in Tirol, hat für die Tiroler Schulleiter/innen ein zweiseitiges „Papier“ gestaltet mit einem Umsetzungsvorschlag zum Thema „eLearning in 10 Schritten“. Anlass für die Ausarbeitung der 10 Schritte waren mehrfache Anfragen zur konkreten Vorgehensweise von Schulleiter/innen und auch eLearning-Beauftragten bei Beratungsgesprächen. Ziel ist es „den Erwerb und die möglichst selbstständige Praxis hinsichtlich der digitalen Kompetenzen und der informatischen Grundbildung als Querschnittskompetenz bei allen Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen“. Die zweiseitige Handreichung enthält in kompakter Form nicht nur Strategien zur Ausrichtung des Schulentwicklungsprozesses, sondern auch einen ganz konkreten Vorschlag zur Erreichung dieses Ziels in 10 Schritten. Ein schönes Beispiel wie der Sprung von der Theorie zur Praxis im Bereich der Schulentwicklung geschafft werden kann! Mehr Infos ...



Video-Rückblick auf die eEducation-Sommertagung

Ausgabe: #5 März 2013
Rubrik: Netzwerke
Institution: BildungsTV

Die Filme der eEducation-Sommertagung sind fertig! – Im letzten Onlinecampus Review wurde bereits kurz über die letzte eEducation Sommertagung berichtet. Gemeinsam mit über 200 interessierten Lehrkräften machte sich auch das BildungsTV-Team der Education Group Ende August auf den Weg nach Klagenfurt, um dem Thema „Kein Kind ohne digitale Kompetenzen“ auf die Spur zu kommen. Die dort entstandenen Filme sind nun fertig geschnitten und bereits online verfügbar. Neben einem allgemeinen Rückblick finden sich auch die abwechslungsreichen Keynotes in Videoform zum Nachsehen und -hören: Von Russel Stannards (University of Warwick/GB) Vortrag „Tools to reflect and collaborate“ über Mag. Gerhard Brandhofers (PH NÖ) Ausführungen zu „Lernen in der Netzwerkgesellschaft“ bis hin zu Dr. Heinz Mosers (PH Zürich, Universität Kassel) Referat zum Thema „Schule und Digital Citizenship“. Mehr Infos ...