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Lernmaterial: Milch als Lebensmittel

Lernmaterial : Milch als Lebensmittel

Website: Onlinecampus Virtuelle PH
Kurs: Milch
Buch: Lernmaterial: Milch als Lebensmittel
Gedruckt von: Guest user
Datum: Friday, 25. September 2020, 14:00

1. Einleitung

Quelle: Land schafft Leben, CC BY-ND 4.0

Milch ist ein natürliches und wertvolles Lebensmittel. Menschen ernähren sich seit Jahrtausenden davon. Milchtrinken wurde vor 7.500 Jahren erfunden. Im rauen europäischen Klima brauchten die Menschen eine energiereiche Nahrungsquelle, die das ganze Jahr über verfügbar ist. Das Trinken von Milch erleichterte das Überleben in Europa und trug dazu bei, dass Sesshaftigkeit in raueren Klimazonen möglich wurde.

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2. Was in Milch drinnen steckt?

Milch besteht zu ca. 90 % aus Wasser. Dennoch enthält sie zahlreiche wertvolle Bestandteile. Milch ist kalorienarm, eiweiß- und nährstoffreich. Das Milcheiweiß (3,2 bis 3,5 %) hat eine hohe biologische Wertigkeit. Das enthaltene Milchfett kann vom Körper gut verdaut werden. Der Milchzucker (ca. 4,7 %) fördert die Darmflora. Milch ist ein hervorragender Kalziumlieferant, wobei das Kalzium aus der Milch vom menschlichen Körper sehr gut verwertet werden kann. Sie enthält außerdem die Vitamine A, C, K, B1 und B6, Niacin, Folsäure, Natrium, Kalium, Phosphor, Magnesium, Chrom, Eisen, Fluor, Kupfer, Mangan und Zink.

Quelle: Land schafft Leben, CC BY-ND 4.0

3. Verwendung von Milch zuhause

Quelle: Land schafft Leben, CC BY-ND 4.0

Nicht nur die Molkerei kann viel mit Milch anfangen. Die meisten Rezepte für Mehlspeisen empfehlen Milch als Zutat. Müsli, Milchreis, Brei, Pudding, Palatschinken - die Liste an Köstlichkeiten, die man aus Milch zaubern kann, ist schier unendlich.

4. Warum ist Milch weiß?

Quelle: Land schafft Leben, CC BY-ND 4.0

Das Milchfett ist in der Milch in winzigen Tröpfchen verteilt. Sie streuen das einfallende Licht und die Milch erscheint weiß.

5. Aufbewahrung & Haltbarkeit

Quelle: Land schafft Leben, CC BY-ND 4.0

Milch und Milchprodukte sollten möglichst im Innenfach des Kühlschranks bei ca. 3 °C bis 6°C aufbewahrt werden. Auch Haltbarmilch muss nach dem Öffnen in den Kühlschrank. Empfohlen wird, Milch innerhalb von drei Tagen nach dem Öffnen aufzubrauchen. Auch das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt Auskunft darüber, wie lange die Milch sicher genießbar ist. Es ist jedoch kein Wegwerfdatum. Wenn du an der Milch riechst und sie kostest, kannst du aber ganz leicht herausfinden, ob sie noch genießbar ist. Verdorbene Milch schmeckt sauer und flockt aus – d.h. es entstehen kleine Klumpen. Licht und Wärme sind für die Lagerung der Milch gar nicht gut. Denn sie verkürzen ihre Haltbarkeit, zerstören Vitamine und beeinträchtigen den Geschmack. Milch eignet sich nicht zum Einfrieren. Nur Haltbarmilch ist für den Tiefkühlschrank geeignet, verliert aber an Geschmack.

Möchtest du von einer Ernährungsexpertin erfahren, wie du die Milch am besten bei dir zu Hause aufbewahren kannst und was du über die Haltbarkeit wissen solltest? In diesem Video gibt dir Nicole Zöhrer wichtige Tipps:

6. Was ist eine Laktoseintoleranz?

Der Fachbegriff für Milchzucker ist Laktose. Laktoseinterolerante Personen haben nicht genug Laktase im Körper. Laktase ist ein körpereigenes Enzym, das man zur Verdauung der Milch braucht. Fehlt dieses Enzym, wird der Milchzucker nicht gespalten. Dieser wird dann im Darm abgebaut, was zu Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall führen kann. Bei der Herstellung von laktosefreier Milch wird Laktase hinzugefügt, die den Zucker schon in der Milch spaltet. Dadurch schmeckt laktosefreie Milch etwas süßer. Die meisten Afrikaner und Asiaten sind laktoseintolerant. In Österreich ist unklar, wie viele Menschen tatsächlich betroffen sind. Schätzungen reichen von 2 bis 20 Prozent. Nur ein Test beim Arzt bringt Klarheit über Laktoseintoleranz.

Quelle: Rainer Zenz (Verein für Laktoseintoleranz / Die Zeit) [Public domain], via Wikimedia Commons, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Laktoseintoleranz-1.svg

Was es mit der Milcheiweißallergie und Laktoseintoleranz auf sich hat und wie man am besten reagiert, erklärt dir die Ernährungsexpertin Marlies Wallner in diesem Video: